Reformation sichtbar machen

Luther unter freiem Himmel - Bildrechte: Jens-Ulrich Koch, epd-Bild

ECRR | 11.10.2017

Die Europäische Kulturroute der Reformation möchte helfen, die wichtigsten Stätten der Reformation im Gedächtnis zu behalten und damit den Wert des reformatorischen Erbes zu vermitteln.

Haben wir in diesem Jahr von Luther und der Reformation nicht schon genug gehört und gesehen? Am Ende der Luther-Dekade darf man das wohl fragen. Aber das Wort Reformation bedeutet ja Erneuerung, beschreibt also einen Prozeß und damit auch neue Ideen. Seit Juli 2016 arbeiten 12 Partner aus 7 Staaten Mitteleuropas in dem durch EU geförderten Interreg-Projekt "Europäische Kulturroute der Reformation" (ECRR) zusammen. Für Deutschland sind das der Verein Kirche und Tourismus aus Reinhardsbrunn, das Regionalmanagement Mansfeld-Südharz, Sangerhausen und die Thüringer Landgesellschaft mit Sitz in Erfurt. Am 28. November wird eine international besetzte Konferenz im Erfurter Collegium Maius stattfinden. Dabei wird der Wert des reformatorischen Erbes ebenso beleuchtet wie der touristische Wert von Kulturrouten. Zudem wird die zukünftige Dachmarke des Projektes offiziell vorgestellt.

Deren Ziel ist es, Bezüge der verschiedenen Entwicklungslinien der Reformation aufzudecken und gleichzeitig touristische Angebote zu vernetzen. Mit einer gemeinsamen Erklärung werden die am Projekt beteiligten Partner und weitere Akteure aus den beteiligten Ländern schließlich ihren Willen bekunden, die Entwicklung und Vermarktung der Kulturroute der Reformation weiter aktiv zu unterstützen. Am Abend diskutieren namhafte Vertreter aus Politik und Religion die Situation im Dialog der Religionen und Konfessionen, die heute aktueller denn je ist.

Mit Abschluss des Projektes 2019 strebt die Route der Reformation die Anerkennung durch den Europarat an, so wie dies die Via Regia oder die Transromanica bereits erlangt haben. Als europäisches und transnationales Kulturerbeprojekt ist ECRR auch Teil des Online-Netzwerkes "Sharing Heritage", das im Vorfeld des Europäischen Jahrs des Kulturerbes (ECHY) ins Leben gerufen wurde.
Diese Reformationsroute entstehen zu lassen und vor allem mit Leben zu füllen, bedarf möglichst vieler aktiver Personen. Dies sollte angesichts der zahlreichen Reformationsstätten in Mitteldeutschland wie auch europaweit gelingen. Aber an diesem Projekt Interessierten sind aufgerufen, sich zu beteiligen. Dazu finden mehrere Informationsveranstaltungen in Thüringen und Sachsen-Anhalt statt. Beginn war bereits im September 2017.

Weitere Informationen für Thüringen über Sarah Duryea oder Meik Schmidt; für Sachsen-Anhalt über Cathleen Scheiner.
interreg ECRR


Bildnachweis: Luther unter freiem Himmel - Bildrechte: Jens-Ulrich Koch, epd-Bild


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Losung vom 21.10.2017
Herr, wes soll ich mich trösten? Ich hoffe auf dich. Jesus sprach zu der kranken Frau: Meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Geh hin in Frieden!
Psalm 39,8 Lukas 8,48

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