08.09.2020
"Brot für die Welt" und Misereor feiern 50 Jahre fairen Handel

Berlin/Aachen (epd). Die beiden kirchlichen Hilfswerke "Brot für die Welt" und Misereor feiern 50 Jahre fairen Handel.

An die Anfänge der Bewegung im September 1970 mit Handelsbeziehungen und fairen Preisabsprachen mit Kleinbauern und Initiativen in Entwicklungsländern erinnern verschiedene Veranstaltungen vom 11. bis 25. September sowie eine digitale Auftaktveranstaltung am Donnerstag, wie die beiden Hilfswerke der evangelischen und katholischen Kirche am Montag in Berlin und Aachen ankündigten.

Die beiden Organisationen appellieren an die Politik, dass die Bedingungen Standard für den globalen Handelsverkehr werden sollten. Um Hunger, Armut und Ungerechtigkeit zu überwinden, müsse der weltweite Handel insgesamt gerechter werden, mahnte die Präsidentin von "Brot für die Welt", Cornelia Füllkrug-Weitzel: "Unser Konsum darf nicht weiterhin auf dem Rücken der Menschen am Anfang globaler Wertschöpfungsketten erwirtschaftet werden." Erforderlich seien Handelsverträge, die Menschenrechte und Umweltstandards berücksichtigten und ein Lieferkettengesetz, das Unternehmen bei fahrlässiger Nichteinhaltung ihrer Sorgfaltspflichten in die Verantwortung nehme.

Vor 50 Jahren boten Aktionsgruppen in evangelischen und katholischen Kirchengemeinden zunächst fair gehandeltes Kunsthandwerk aus Asien, Afrika und Lateinamerika an. Bald darauf gab es auch Kaffee, das bis heute erfolgreichste Produkt. Heute sorgen den Angaben nach rund 50.000 Menschen in Deutschland in Weltläden, Kirchengemeinden, Jugendverbänden und Schulen dafür, dass Produkte zu einem fairen Preis verkauft werden.

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