EKM auf der „denkmal 2018“ in Leipzig | Fachmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung

Die EKM präsentiert sich auch in diesem Jahr wieder gemeinsam mit der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens (EvLKS) und der Stiftung KiBa auf der "denkmal 2018" vom 8. bis 10. November 2018 in Leipzig.

Neben einer Medieninstallation mit Ideen zur Mehrfachnutzung von Kirchengebäuden wird es auch Informationen geben zur Situation der Kirchen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, zur Demografie, den Kirchengebäuden, den kirchlichen und politischen Gemeinden sowie zur Situation der Pfarrer bzw. Hauptamtlichen. Diskutiert werden sollen am Stand Themen wie „Welche Rolle spielt in Zukunft die ‚Kirche im Dorf‘?“, „Welche Vernetzungen sind nötig und möglich?“ und „Welche Art von Nutzungen sind verträglich?“        

Die "denkmal" ist eine europäische Fachmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung. Die beiden ausstellenden evangelischen Landeskirchen (EKM, EvLKS) sind mit ihren rund 5.500 historischen Kirchengebäuden die größten Denkmaleigentümer in Mitteldeutschland. „Bauhistorisch und kulturell gesehen ist das ein Schatz, mit dessen Verantwortung die kleiner werdenden Kirchengemeinden heute oft überfordert sind“, sagt Marcus Schmidt vom Baureferat der EKM. „Viele Kirchen stehen leer oder werden nur noch ganz selten genutzt. Dabei steht ‚Kirche‘ für viele Werte.“ Kirchengebäude seien Identifikationsorte, Landmarken, Orte der Kultur und Geschichte, Zeugnisse althergebrachter Handwerkskünste und Tourismuspunkte. Sie böten einen Raum abseits des Alltags und seien in kleineren Orten oft der einzige noch verbliebene unabhängige Raum. „Aufgrund dieser Situation ist es an der Zeit, über den künftigen Umgang mit den vorhandenen kirchlichen Gebäuden nachzudenken - also: Aufgabe? Abgabe? Wandel? Nutzung ist dabei der Schlüssel für dauerhaften Erhalt und Pflege. Und: Nutzung ist der beste Denkmalschutz!“, so Marcus Schmidt.

Der Stand von EKM, EvLKS und Kiba kann vom 8. bis 10. November täglich von 9.30 bis 18 Uhr besucht werden (Messe Leipzig, Halle 2, Stand C49).

Insgesamt präsentieren sich mehr als 440 Aussteller aus 19 Ländern auf der Messe. Im Fokus des Branchentreffens "denkmal" stehe das Europäische Kulturerbejahr 2018, teilte das sächsische Innenministerium mit. Ziel sei, das Bewusstsein für die europäische Geschichte zu schärfen und das Gefühl einer europäischen Identität zu stärken. Die Leitmesse "denkmal" findet zum 13. Mal in Leipzig statt. Sie umfasst unter anderem Themen wie das Handwerk, Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Altbausanierung sowie die Restaurierung von Kunst- und Kulturgütern. Angesprochen sind Architekten und Planer ebenso wie Handwerker und Restauratoren, aber auch Eigentümer historischer Gebäude, Investoren, private und kirchliche Bauherren.

Sachsen ist mit der Messe seit 1994 internationaler Anlaufpunkt in Sachen Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung. Parallel findet die Mutec, die Messe für Museums- und Ausstellungstechnik, statt. Sie widmet sich der Bewahrung von Kulturgut in Museen und Ausstellungshäusern.

Das Europäische Kulturerbejahr 2018 umfasst den Angaben zufolge rund 400 Projekte und rund 1.500 Veranstaltungen. Die Förderung des Bundes beträgt rund 7,8 Millionen Euro.

Weitere Informationen: https://www.denkmal-leipzig.de/index.html