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10.03.2021
Fastenzeit-Impulse: "Leiden" von Friederike Spengler

Was ist Leiden? Trennung von dem, was uns körperlich und seelisch guttut.

Was wir für Leib und Seele brauchen. Leiden ist, getrennt zu sein von einem Leben in Freiheit. Vom Zugang zu Nahrung, Wohnung und Kleidung. Von Gesundheit. Von Zuwendung und Liebe. Getrennt zu sein von dem, was mir wertvoll ist und vertraut. Was mich sicher macht.

Leiden ist die Erfahrung von Lieblosigkeit, ist auf die Spitze getriebener Liebesentzug: Durch Menschen, die andere ausnutzen, die aus deren Schwächen ihre Stärke ziehen. Die einen ihre Macht spüren lassen, einen niederdrücken, kleinmachen, ohnmächtig zurücklassen.

Leiden ist Anschweigen, Verschweigen, Totschweigen, wenn die Sehnsucht nach dem erlösenden Wort am größten ist.

Leiden ist, keine Chance zu haben für sich in dieser Welt. Für seinen Glauben, seine Liebe, seine Hoffnung. Keine Zukunft zu sehen. „Selig die Leidtragenden, denn sie sollen getröstet werden“, sagt Jesus. Und wehe denen, die das Leid zulassen. Es veranlassen. Es anderen antun…

Mit Leidenschaft sollen wir aufstehen gegen das Leid, dass unseren Mitgeschöpfen angetan wird. Unser Mit-Leid wachsen lassen. Aufstehen gegen den Liebesentzug, der nur Schutt und Asche zurücklässt. Als Liebende uns den Leidenden an die Seite stellen, ihnen den Rücken stärken, ihrem Leid zu begegnen.

Ich glaube an Gott, der die Liebe in Person ist. Er hat Jesus mitten ins Leid dieser Welt geschickt. Hat ihn der Lieblosigkeit der Menschen ausgeliefert. Er musste sie auskosten bis zum bitteren Ende. Und darüber hinaus. Das war seine Passion. Damit nicht das Leiden endlos sei, sondern die Liebe.


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