PM 062 | 28.06.2023
Über 900 Hilfspakete für Ukraine - Kirchengemeinde Torgau ruft zu Packaktion auf

„Wir können ganz konkret notleidenden Menschen helfen“

Die Kirchengemeinde in Torgau ruft zu einer Packaktion von Hilfspaketen für die Ukraine auf. Unter dem Motto „Wir packen für die Ukraine“ werden vom 3. bis 5. Juli Torgauer Bürgerinnen und Bürger, Schüler sowie ukrainische Flüchtlinge über 900 Hilfspakete transportfertig machen.

Jedes Hilfspaket deckt den Bedarf einer Person für zwei Wochen. Die Kirchengemeinde beschaffte die Inhalte der Hilfspakete nach Vorgaben des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen und organisiert alle erforderlichen Hilfsmittel, wie Hubwagen, Gabelstapler, Paketklebband und Verpflegung der Packer. Im Anschluss koordiniert der Verein Libereco Partnership for Human Rights die Zollformalitäten und den Transport in die Ukraine. Dort übernimmt die ukrainische Partnerorganisation Vostok SOS die Verteilung der Hilfspakete bis in die östlichen Gebiete.

„Der Krieg ist einerseits schon zur Normalität geworden. Andererseits fühlen wir eine Ohnmacht nichts tun zu können. Beidem soll mit dieser Aktion widersprochen werden. Der Krieg ist noch immer da und schrecklich und wir können ganz konkret notleidenden Menschen helfen“, sagt Sebastian Schäffner, Organisator und Vikar der Evangelischen Kirchengemeinde. „Bislang wurden solche Packaktionen von Libereco nur in großen Städten wie Dortmund, Berlin und München organisiert. Aber es zeigt sich, in einer Kleinstadt wie Torgau funktioniert es viel besser, weil die Vernetzung und das Vertrauen der Menschen da sind.“

Am Ende der 30-monatigen Ausbildung sind die Vikare der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) aufgerufen, ein innovatives Gemeindeprojekt durchzuführen. Vikar Sebastian Schäffner war schnell klar, dass es ein gemeindediakonisches Projekt werden sollte und von Packaktionen für die Ukraine hatte er bereits gehört. So soll die helfende und verändernde Kraft von Kirche und Gemeinschaft sichtbar werden und Menschen von Torgau gleichzeitig das Gefühl vermitteln, dass der Krieg nicht vollkommen ohnmächtig macht.

Die Kosten für das Gesamtvolumen der Torgauer Packaktion belaufen sich auf etwa 65.000 Euro. Die Grundfinanzierung wird durch Libereco gewährleistet. Die Kirchengemeinde, die örtliche Diakonie, der Kirchenkreis Torgau-Delitzsch sowie die Stadt Torgau haben mit großen Anteilen die Aktion abgesichert. Viele Privatpersonen, Firmen und Institutionen unterstützen die Packaktion finanziell und mit ihrem Know-how.

Hintergrund
Libereco – Partnership for Human Rights ist eine unabhängige deutsch-schweizerische Nichtregierungsorganisation, die sich für den Schutz der Menschenrechte in Belarus und der Ukraine engagiert. Seit der Gründung im Jahr 2009 setzt sich der Verein für Menschen ein, die aufgrund ihres politischen oder zivilgesellschaftlichen Engagements verfolgt werden. Libereco informiert über Menschenrechtsverletzungen, unterstützt Opfer von Krieg und Gewalt, engagiert sich in der transkulturellen Menschenrechtsbildung und leistet humanitäre Hilfe einschließlich psychosozialer Unterstützung. Um seine Ziele zu erreichen, arbeitet Libereco eng mit gleichgesinnten Organisationen und Menschen vor Ort zusammen.

RÜCKFRAGEN

Sebastian Schäffner, 01511 9446288


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