14.06.2017
Mea Culpa

„Mea Culpa“ (lat. meine Schuld). Am Vorabend der Reformation versuchen arme Seelen durch das Erwerben von Ablassbriefen dem Himmel näher zu kommen, scheitern aber an ihrer sündhaften Natur. Das aufwändige Brettspiel zeigt den geistlichen Hintergrund der Reformation mit schwarzem Humor auf.

Spieleranzahl: 2-4 Spieler, Altersgruppe: ab 14 Jahre, Spieldauer: ca 90min
Verlag: Zoch, Preis: 39,99

Einordnung: Komplexes Strategiespiel für Erwachsene Vielspieler auch ohne Reformationswissen. Viel Material, lange aber verständliche Spielanleitung, nichts für nebenbei.

Ohne direkten Lutherbezug zeigt das Spiel, auf welchem Hintergrund die Reformation geboren wurde. Freie Gnade und Freiheit in Gott fehlen. Menschen sehnen sich nach ewigem Heil und suchen es durch Ablassbriefe, die ihnen die Kirche verkauft. Wer das Spiel im Licht der Reformation spielt, kann so spielerisch erleben, welche geistlichen Ängste und Vorstellungen, die Menschen vor der Reformation geprägt haben.
Das Spiel ist gut geeignet für Freunde komplexer Strategiespiele mit Sinn für leicht sarkastischen Humor. Jede Runde wählen die Spieler einen Charakter (Papst, Kaiser, Händler, kleiner Sünder) um die jeweiligen Vorzüge auszunutzen und Ablassbriefe zu ergattern. Wer am meisten für den Dombau spendet, kommt voran.
Allerdings fehlt bei dieser theologischen Einordnung das im Mittelalter übliche Konzept des Fegefeuers, das zumindest eine nachträgliche Annäherung an den Himmel ermöglicht hätte. Das Spiel ist sehr umfangreich und hat daher eine sehr lange Vorbereitung bis man spielen kann. Wer sich darauf einlässt, kann dann aber auch um die 90min Spielspaß erwarten.
 


Mehr Fotos

Mea Culpa (Zoch), Foto: Karsten Kopjar  MeaCulpa Box  MeaCulpa Übersicht  MeaCulpa Material  MeaCulpa Himmel  MeaCulpa Hölle  MeaCulpa Titel

Bleiben Sie mit unseren Newslettern auf dem Laufenden.

Hier Abonnieren

Die besten News per E-Mail - 1x pro Monat - Jederzeit kündbar