01.10.2020
30 Jahre deutsche Einheit

Ein gemeinsamer Weg mit guten und schlechten Zeiten. Was hat die Deutsche Einheit in unserem Leben verändert und was können wir noch ändern?

Herbst 1990, Menschen aus Ost und West kommen zusammen, um Bäume zu pflanzen. Sie tun das am ehemaligen Grenzstreifen in Ifta bei Eisenach.Sie zeigen: Was uns getrennt hat, soll uns in Zukunft verbinden. Das Baumkreuz ist bis heute ein Zeichen für die Einheit, die vor 30 Jahren geschaffen wurde.

Aber nicht alles ist so harmonisch, so glatt gelaufen. Einige Menschen - gerade im Osten - fühlen sich überfahren oder übersehen. Oft war das Zusammenwachsen eher eine Eingliederung der "fünf neuen Bundeslänger" in die bisherige BRD. Und auch wenn es viele gute Beispeile gibt, wo wir heute ein gemeinsames Volk mit gemeinsamer Identität bilden, müssen wir auch kritisch darauf schauen, was nicht gut gelaufen ist.

Am Sa 3. Oktober feiert die OnlineKirche einen Gottesdienst, der Geschichten aus Ost und West erzählt. Menschen kommen zu Wort, werden sichtbar. Auch ganz praktisch, denn der Gottesdienst findet gleichzeitig in einer thüringischen Kirche (Walldorf), einer hessischen Kirche (Lich) und im Internet (onlinekirche.net) statt.Menschen erleben und gestalten gemeinsam den Gottesdienst und werden Teil einer Gemeinschaft. So wie seit 30 Jahren immer wieder gute Gemeinschaft entsteht, kann auch dieser Gottesdienst ganz unterschiedliche Sichtweisen zusammen bringen. Denn auch die Internetgemeinde kommt zu Wort. Mehr dazu auf www.onlinekirche.net

Wenn wir uns heute die Welt anschauen, können wir übrigens ganz ähnliche Tendenzen beobachten. Die Globalisierung bringt uns weltweit näher zusammen und man könnte meinen, wir wären als Menschheit eine Einheit. Aber auch global sind nicht alle auf einmal gleich. Mal ganz vereinfacht gesagt: Menschen und Länder der Nordhalbkugel und der Südhalbkugel unterscheiden sich sehr. Hier die großen Industrienationen, die Wohlstand, Technik, Vernetzung propagieren und dort die Rohstofflieferanten, die oft eher geduldet und genutzt werden. Zwei Parteien, die oft eben keine gleichen Partner sind, sondern zu den Bedingungen des einen miteinander handeln. Jedes Handy, das wir nutzen, jeder Laptop, jede Autobatterie macht deutlich, dass im Süden Natur und Menschen ausgebeutet werden, um den Wohlstand im Norden zu erhalten. Und wenn dann Menschen von dort nach hier kommen, um auch ein erträgliches Leben zu haben, nennen wir sie Wirtschaftsflüchtlinge für die wir keine Verantwortung tragen. Ich bin gespannt, ob wir in den nächsten 30 Jahren auch eine globale Wiedervereinigung schaffen und wirklich zusammen kommt, was zusammen gehört - nämlich alle Menschen unter fairen Lebensbedingungen.

Karsten Kopjar

EKM SocialMedia-Koordinator

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