01.04.2019
Alte Zöpfe abschneiden?

Was wir von Ostern über Veränderung lernen können.

Ostern ist eine Zeit der Transformation. Wir feiern den Tod und die Auferstehung, das Vergehen und Entstehen neuen Lebens.

Auch als Kirche kann es helfen, von Zeit zu Zeit zu prüfen, was noch passt und wo etwas Neues dran wäre.

Dabei sollten wir nicht einfach so alte Zöpfe abschneiden. Am Bild des Osterzopfes können wir lernen: Transformation braucht Zeit. Gute Zutaten bewusst auswählen, kombinieren, kneten, ruhen lassen und dann ab in den Ofen.

Wir können unsere Ostergedanken backen lassen. Einiges können wir selber erdenken und beitragen, aber dann braucht es noch den göttlichen Backofen, der von außen etwas mit unseren Ideen macht. In dieser Kombination gehen wir als Menschen nicht unter, aber unsere Ideen erscheinen in einem neuen Licht.

So ist es übrigens auch im Internet. Das war ja nicht immer schon da, sondern wurde erdacht, hinterfragt, eingeführt. Jetzt wächst es, geht auf und verändert sich. Manche Veränderungen können wir in unseren Teig einbauen, wie eine Rosine oder Mandelsplitter. Anderes verunreinigt den Teig wie demokratiefeindliche Regelungen oder kommerzielle Interessen von Monopolisten. So müssen wir abwägen, vor welchen Einflüssen wir unseren Teig schützen und was einen ganz neuen Geschmack geben kann. Manchmal muss man das Leiden eines Shitstorms oder einer anstrengenden Debatte ertragen in der Hoffnung am Ende einen schmackhaften Ertrag zu erhalten. Und dazwischen heißt es: abwarten. Wie am Karsamstag. Die Trübsal ist am Höhepunkt, wir erwarten die Freude des Ostermorgens, aber der Osterzopf ist noch im Backofen. Gut, dass uns die Hoffnung der Auferstehung auch in schweren Zeiten trägt. Die wollen wir bewahren, auch wenn wir andere Osterzöpfe mit Freude ab- oder zumindest anschneiden.

Karsten Kopjar, EKM SocialMedia

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