15.07.2020
Was kommt dahinter? Ein Blick auf den Horizont.

Ein chaotisches Schuljahr geht zu Ende. "Jetzt erst mal Urlaub" sagen viele. Andere sehen kein Licht am Horizont oder fragen sich, was nach dem dringend nötigen Break wohl kommen mag.

Wer auf einer geraden Straße dem Horizont entgegen fährt, kann sehen, wie sich Himmel und Erde berühren. Der Horizont ist eine Linie an der unser Blick endet. Die Erde dreht sich weiter, dahinter kommt noch was, aber noch sehen wir es nicht.

„Was kommt dahinter?“ können wir auch fragen, wenn wir eine Tür in einen neuen Lebensabschnitt öffnen. Ein Ausbildungsabschnitt geht vorbei, der Lebensstatus wandelt sich oder eine berufliche Veränderung steht an. Was kommt nach dem Wechsel, dem Lockdown, der Pandemie?

Vielleicht hilft das Bild des Kornfeldes, das ein Landwirt beackert hat und auf dem jetzt Ähren wachsen. Wir vertrauen darauf, dass es eine gute Ernte geben wird, auch wenn sie jetzt noch nicht reif ist. Die Bibel nutzt mehrfach das Bild von Saat und Ernte, vom ungewissen warten auf ein Ergebnis (z.B. Joh. 4). Der Mensch tut das seine, Gott schenkt Sonne und Regen, den himmlischen Segen.

So verläuft auch unser Lebensweg: Was wir gesät haben, wird aufgehen, was wir erlebt haben, wird uns begleiten. Wir können unsere Zukunft mit gestalten, auch wenn wir sie nicht in der Hand haben.

Einige haben sich vor den Ferien verausgabt, haben alles gegeben, um in der Pandemie als Mittelständler, Selbständige oder im Pflegebereich zu überleben. Andere haben mit Beruf, Familie und zusätzlichen Belastungen jongliert und versucht alle Bälle in der Luft zu halten. Die gute Nachricht: Jetzt ist Urlaub dran. Wenn es auch bei vielen nicht ins Ausland geht, zumindest an den Baggersee oder in eine ruhigere Zeit zu Hause. Zeit für sich selber, für Hobbies, Freunde oder Familie ist wichtig. Und wie der Landwirt, der auf die Ernte wartet, ist auch für uns manchmal abschalten und abwarten das wertvollste.

Ich habe dieses Frühjahr unglaublich viele Stunden in Online-Konferenzen, vor Monitoren oder am Handy verbracht. Es ist toll, was die digitale Technik alles möglich macht und selten hat man die Vorteile der virtuellen Vernetzung so deutlich gespürt, wie in diesem Jahr. Aber auch für Onliner gilt: Abschalten ist erlaubt. Klar darf man auch im Urlaub mit dem Handy navigieren oder Filme am Tablet schauen. Aber manchmal tut es gut, die Telefonfunktion und Messenger abzuschalten, um auch im Kopf ganz da zu sein, wo der Körper ist.

Wie beim Horizont können wir die Frage "Was kommt dahinter?" also eintauschen gegen "Was gibt es hier zu erleben?". Runterfahren, Impulse reduzieren, Freiräume schaffen und ganz da sein. In der Gewissheit, dass Gott schon hinter den Horizont schauen kann und weiß, was dahinter kommt. Darauf dürfen wir vertrauen.

In diesem Sinne wünsche ich allen eine gute und entspannte Sommerzeit!

 

Karsten Kopjar
EKM SocialMedia-Koordinator

 

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