25.11.2021
5. Dezember - 11.Dezember 2021

5.12. 2. Advent

Für den 2. Advent ist ein uraltes Kollektengebet erhalten, das bereits von Heinrich Schütz vertont wurde und das auch gut in ein persönliches Gebet passt:

O lieber Herre Gott, wecke uns auf, dass wir bereit sein, wenn dein Sohn kommt, ihn mit Freuden zu empfangen und dir mit reinem Herzen zu dienen, durch denselbigen deinen lieben Sohn Jesum Christum, unsern Herren.

Amen.

5.12. 2. Advent

Am 2. Advent 1691 fand der erste Gottesdienst der Reformierten in der Petrikirche in Burg statt. Die Gemeinde feiert bis heute den 2. Advent als Gründungstag der Gemeinde.

Du treuer Gott, du hast mit dieser Gründung vielen Verfolgten eine neue Heimat geben können. Wir bitten dich für alle, die wegen ihres Glaubens und ihrer Weltanschauung verfolgt oder benachteiligt werden. Wir bitten dich für die kleine Gemeinde in Burg und für alle, die sich als Minderheiten in deinem Namen versammeln. Um Verbundenheit in dir bitten wir dich.

Amen.

6.12. Nikolaustag

Am 6. Dezember bekommen Kinder in Deutschland Besuch vom Heiligen Nikolaus von Myra. Einer der Legenden zufolge, die sich um ihn ranken, warf er in drei aufeinander folgenden Nächten einen Goldklumpen durch das Fenster des Zimmers der drei Jungfrauen. Ihr Vater, ein verarmter Mann, hatte vor, seine drei Töchter zu Prostituierten zu machen, weil er sie nicht verheiraten konnte. Nun gab es durch Nikolaus einen anderen Weg.

Du barmherziger Gott, wir danken dir für diese Menschen, die sehen, was notwendig ist und einsetzen, was sie haben, um auch andere ein menschenwürdiges Leben leben zu lassen. Wir bitten dich für die Mädchen und Frauen, die noch heute zur Prostitution gezwungen werden, die zu Objekten herabgesetzt und verkauft werden. Erbarme dich, Gott!

Amen.

6.12. Achter und letzter Tag des Chanukkafestes

Du Gott Abrahams, Issaks und Jakobs, heute Nacht geht das Chanukkafest zuende. Wir bitten dich für alle Jüdinnen und Juden. Lass das Licht dieses Festes weiter leuchten, für sie zur Freude, für uns zur Mahnung. Für ein Leben als Schwestern und Brüder, einträchtig in dieser Welt.

Amen.

7.12. Gebet für Kulturschaffende

„Heinrich Heine - eine Lesung von Hubert Schirneck mit musikalischer Begleitung durch Lev Guzman“ – dieser Abend findet heute in Gotha statt.
Ein Gebet für alle Kulturschaffenden:

Lebendiger Gott, immer hast du deine Prophet*innen gesandt, zu benennen, was ist. Ungerechtigkeiten aufzudecken, Wunder zu erkennen, den schrägen Weg zu erkennen. Wir danken dir für alle wachen Stimmen in unserer Gesellschaft, die erinnern und mahnen und zu denken geben und hoffen lassen. Ermutige sie, auch in diesen schwierigen Zeiten zum Klingen zu bringen, was sie bewegt. Und uns lass Möglichkeiten finden, sie zu unterstützen.

Amen.

8.12. Todestag Martin Rinckarts

Am 8. Dezember 1649 ist der große barocke Lieddichter gestorben. Er hat unserer Kirche ein so frohes Lied hinterlassen.
Lasst uns mit seinen Worten beten:

Der ewigreiche Gott woll uns bei unserm Leben
ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben
und uns in seiner Gnad erhalten fort und fort
und uns aus aller Not erlösen hier und dort.


Amen.

9.12. Gebet um Sprache

Heute trifft sich der Gesprächskreis in Besenstädt bei Halle. Wir merken in der Coronazeit besonders deutlich, wie wichtig der Austausch ist, dass Meinungsbildungsprozesse nicht nur im eigenen Hirn, sondern wesentlich im Gespräch geschehen. Wir glauben, dass das Wort im Anfang war.
Lasst uns beten:

Du Gott, bist das lebendige Wort, das Leben verheißt und das lebendig macht. Du – tritt uns doch gegenüber mit deiner Klarheit und mit deiner Gabe,
das Stagnierte zu lösen und das Unverständnis aufklären zu wollen und bei Kränkungen nachzufragen und das Missverständnis in einen befreienden
Gedanken aufzulösen. Leite uns in unseren Gesprächen und bei unseren Begegnungen, sei uns Leuchte und Licht. Dir sei Ehre in Ewigkeit.

Amen.

10.12. Todestag Karl Barths

Ein Gebet Karl Barths, des großen reformierten Theologen

„Herr unser Gott! Wenn wir Angst haben, dann laß uns nicht verzweifeln! Wenn wir enttäuscht sind, dann laß uns nicht bitter werden! Wenn wir gefallen sind, dann laß uns nicht liegen bleiben! Wenn es mit unserem Verstehen und mit unseren Kräften zu Ende ist, dann laß uns nicht umkommen! Nein, dann laß uns deine Nähe und deine Liebe spüren, die du ja gerade denen verheißen hast, deren Herz demütig und zerschlagen ist und die sich fürchten vor deinem Wort. Zu allen Menschen ist ja dein lieber Sohn gekommen als zu solchen, die so dran sind. Eben weil wir alle so dran sind, ist er im Stall geboren und am Kreuz gestorben. Herr, erwecke uns alle und halte uns alle wach zu dieser Erkenntnis und zu diesem Bekenntnis!“

Amen.

10.12. Gedenken an die Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte 1948

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ist eine rechtlich nicht bindende Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen zu den Menschenrechten. Sie wurde am 10. Dezember 1948 im Palais de Chaillot in Paris verkündet: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“

„Zur Freiheit hat uns Christus befreit!“ So steht es schon bei Paulus. Wir schauen auf die Menschen, die in ihrer Freiheit beschränkt werden. Die vielen Inhaftierten der Diktaturen, Journalisten in der Türkei und die mutigen Frauen in Belarus. Wir denken an die Gefolterten in den Gefängnissen. Und an die vielen, die nicht leben dürfen, wie sie es aus sich heraus gern würden. Wir denken an diejenigen, die durch traumatische Ereignisse gebunden sind. Du, Gott, hast Israel aus dem Land der Knechtschaft geführt. Geh auch uns voran ins Land der Freiheit.

Amen.

11.12. Todestag des Lieddichters Jochen Kleppers

Am 11. Dezember 1942 gingen Jochen Klepper, seine Ehefrau Johanna und seine Tochter Reni in den Tod, nachdem die Ausreise der jüngsten Tochter ins rettende Ausland gescheitert war. Sein letzter Tagebucheintrag: „Nachmittags die Verhandlung auf dem Sicherheitsdienst. Wir sterben nun – ach, auch das steht bei Gott – Wir gehen heute Nacht gemeinsam in den Tod. Über uns steht in den letzten Stunden das Bild des segnenden Christus, der um uns ringt. In dessen Anblick endet unser Leben.“

Einer seiner Verse, die für das Gebet öffnen:

Noch manche Nacht wird fallen auf Menschenleid und -schuld.
Doch wandert nun mit allen der Stern der Gotteshuld.
Beglänzt von seinem Lichte, hält euch kein Dunkel mehr.
Von Gottes Angesichte kam euch die Rettung her.


Amen.

 


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