Betet für uns

Aufruf zum Gebet für die Verfolgten im Nahen Osten

"Betet für uns! Berichtet von unseren Leiden! Vergesst uns nicht!" So hat es Pfarrer Christian Kurzke (Rüdersdorf), der das Flüchtlingslager im Nordirak besucht und Hilfsgüter übergeben hat, von vielen der Vertriebenen gehört. Fast alle, mit denen er sprechen konnte, haben ihm grauenvolle Geschichten erzählt: Frauen wurden "verkauft", Eltern vor den Augen ihrer Kinder getötet, Alte starben unter den Strapazen der Flucht. Einige sind so traumatisiert, dass sie von dem Erlebten nicht einmal sprechen können. Christen und Jeziden sind am schlimmsten von der Vertreibung und Verfolgung durch den IS in Syrien und im Irak betroffen. Hunderttausende leben in Flüchtlingslagern oder völlig ohne internationale Hilfe und Versorgung in der autonomen Kurdenregion. Und selbst, wenn der IS in absehbarer Zeit zurückgedrängt werden sollte, könnten diejenigen, die ihr Leben und zumeist nicht mehr als dies retten konnten, nicht einfach zurückkehren in ihre Heimat. Nicht nur die Häuser der Vertriebenen sind zerstört, sondern auch die Fundamente des Zusammenlebens der verschiedenen Volks- und Religionsgruppen.

"Betet für uns!" Ich bitte die Gemeinden und Gremien der EKM, sich am Gebet für die Bedrängten, Verfolgten, Vetriebenen zu beteiligen. Eine einfache Gebetsordnung ist von der Arbeitsstelle Gottesdienst der EKM versandt worden und kann in den Kirchenkreisbüros, in vielen Pfarrämtern und Einrichtungen abgerufen werden. Sie ist auch hier im Download zu finden: Gebetsordnung (PDF, 47 KB).

Gelegenheiten dafür gibt es viele: In Gemeinden trifft man sich zum Friedensgebet. Gemeindekirchenräte und Gremien in den Kirchenkreisen und in der Landeskirche beginnen ihre Sitzungen mit einem Gebet. In Werken und Einrichtungen werden Tagzeitengebete gehalten.

Pfarrer Dr. Matthias Rost
Arbeitsstelle Gottesdienst der EKM