Gott feiern im Internet

Wir feiern Gott, öffnen uns für Dinge außerhalb unseres Horizontes und erleben Transzendenz hautnah. All das funktioniert auch online, wenn wir uns darauf einlassen.

Ein gestalteter Raum kann helfen. Egal ob im Büro, zu Hause oder auf der grünen Wiese. Manche Menschen zünden sich eine Kerze an, hängen eine Ikone auf oder schaffen sich einen privaten "Heiligen Ort", der ihnen hilft, Gottes Gegenwart wahrzunehmen. Oft hilft es, für eine bestimmte Zeit Handy & Co auszustellen oder die Benachrichtigung von Apps zu unterbinden. Für manche Formate hilft gerade die interaktive Beteiligung, emotionale Gemeinschaft herzustellen.

Ähnlich wie man einen Fernsehgottesdienst wie eine Show "betrachten" oder sich für ein bewusstes "Mitfeiern" entscheiden kann, muss man auch bei Onlineformaten bewusst den Schritt gehen, vom Beobachter zum Teilnehmer zu werden.

Möglichkeiten, die schon genutzt werden, sind Andachten zum Sonntag, zum Feiertag, zum Werktag, ...
Wer möchte und vor Ort gerade keinen Gottesdienst findet, kann so eine Ersatzform finden, an der man teilnehmen kann.

Intensivere Gemeinschaft findet man bei dem Klosterleben entlehnten Formen der Tageszeitengebete. Täglich zu bestimmten Zeiten treffen sich dabei Menschen an virtuellen Orten, um gemeinsam vor Gott zu kommen. Das kann eine Mittagsandacht sein, wie sie täglich z.B. im Kloster Volkenroda vollzogen wird oder die tägliche Abendandacht "Twomplet", bei der von einem ehrenamtlichen Team eine Tagesschlussandacht (Komplet) auf Twitter angeboten wird.
Denkbar ist auch, langfristig einen Online-Andachts-Generator zur Verfügung zu stellen, der aus bestehenden Inhalten nach persönlichen Vorlieben, Stilrichtungen und Zeitbudget eine eigene Andacht erstellt.

Was gibt es noch? Wir sind offen für weitere Ideen…