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25.11.2016
Beten

Beten Sie? Das fragt mich mein Adventskalender heute. Und meint selber: Eine peinliche Frage. Ja, eine peinliche Frage. Wahrscheinlich, weil sie eine ziemlich persönliche Frage ist. Beten – das heißt ja wohl, dass man tatsächlich glaubt, dass da jemand ist. Und zwar nicht nur irgendeine eine unsichtbare Kraft, sondern jemand, der mich hört. Ziemlich uncool, das zuzugeben, würden meine Kinder sagen.
Beten Sie? Ja, ich geb‘s zu. Ich bete und nicht nur, weil es mein Beruf ist. Wir beten oder singen bei uns zuhause vor dem Essen. Weil wir dankbar sind, dass wir satt zu essen haben und alle gemeinsam an einem Tisch sitzen. Manchmal so laut, dass Gott schon ziemlich taub sein müsste, wenn er das nicht hört.
Viel von meinem Beten ist aber nicht sehr laut. Es ist eher wie ein stummes Gespräch mit Gott. Über die Dinge, die mir begegnen, die schönen und die schweren. Manchmal sind sie auch nur wie ein Seufzer: Ach Gott.
Und mir gibt es Kraft, wenn andere sagen, dass sie für mich beten. Sie denken mich und das, was mich beschäftigt, mit Gott zusammen.
„Beten heißt: Eine Sprache und eine Geste finden für Glück, Unglück und Wünsche.“ So steht es heute in meinem Kalender. Beten Sie?

Finden Sie heute die richtigen Worte
wünscht Ihnen
Pfarrerin Kathrin Oxen aus der Lutherstadt Wittenberg


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