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04.04.2019
Blitzableiter

April, April - der weiß nicht, was er will. Doch manchmal will er Gewitter.

Und genau darauf wartet Benjamin. Ein irres Experiment hat er vor. Benjamin befestigt einen langen Draht an einem Drachen. An das untere Ende hängt er einen großen Schlüssel. Dann geht er mit seinem Drachen ins Freie, lässt ihn steigen. Und tatsächlich trifft ein Blitz auf den Draht und fährt durch den Drachen. Benjamin sieht, wie der Blitz aus dem Schlüssel in den Boden einschlägt. Drachen und Schlüssel bleiben unversehrt. Gott sei Dank! Aber es war lebensgefährlich. Mit diesem riskanten Experiment hat Benjamin Franklin den Blitzableiter erfunden. Das war 1752 in Amerika. Bis dahin fürchteten viele: Blitze seien eine Strafe des Himmels.

Inzwischen sind die meisten hohen Gebäude auf der ganzen Welt mit Franklins Blitzableitern ausgestattet. Unzählige Brände konnten damit verhindert werden.

Wenn sich was zusammenbraut. Irgendeine Wut, irgendwelcher Ärger sich aufstaut, dann kann ich mich wegducken. Doch manchmal ist es besser, selbst zum Blitzableiter zu werden.  Die Situation zu beruhigen. Die Energie abzuleiten, damit sie keinen Schaden anrichtet.

In der Familie, unter Freunden, kann ich vermitteln: „Hey, lass uns erst mal einen Kaffee trinken!“ Besonnenheit ist der Schlüssel.

Auch dort, wo es in unserem Land anfängt zu brodeln, kann ich den richtigen Draht suchen.

Benjamin Franklin, wurde später Präsident von Amerika. Doch ich wünsche es mir nicht nur von den Mächtigen dieser Welt, dass sie Unheil abhalten. Jeder kann etwas tun gegen Blitze und Donnerwetter.

Peter Herrfurth, Landesjugendpfarrer in Magdeburg


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