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31.12.2016
C-M-B

Ich glaube an das, was ich sehen kann. Darum erforsche ich die sternenklare Nacht! Die Weite des Alls. Die unzähligen vielen Sterne. Einige gehören zusammen, wie Familien. Manche Sterne kenne ich sogar mit Namen. Nicht alle.
Sterne sind wie Menschen. Sie ziehen ihre Bahnen, ihre Wege wiederholen sich. Manche haben feste Standpunkte. Fixsterne. An ihnen kann man sich gut orientieren. Manchmal verglüht auch einer. Ja, nicht einmal Sterne leben ewig. Es ist ein immer wiederkehrender Kreislauf.
Ich bin ja eher ein Fixstern. Mich bringt kaum noch was aus der Ruhe. Mein Leben läuft in geregelten Bahnen. Tag für Tag, Jahr um Jahr. Ob da noch was kommt, oder ich irgendwann einfach verschwinde, wie eine Sternschnuppe, und nichts bleibt von mir?
Halt mal - Was ist das? Das ist ja ungewöhnlich. Im Sternzeichen der Fische. Dort leuchtet ein Stern aber besonders hell. Also fast grell ist der ja....
Merkwürdig.
Moment, es klopft an der Tür. „Hallo Caspar und Balthasar! Ja ich habe den Stern auch gesehen. In Judäa meint ihr? Ein neuer König von Gott gesandt?
Wie bitte? Ihr wollt da hin? Sofort? Und ich soll mit? Ja, habt ihr euch das denn gut überlegt? Einfach so loslaufen? Weil ihr glaubt, dass es mehr gibt, als man sehen kann?
Aber, eigentlich wäre das ja ganz schön, so eine Hoffnung hinter den Dingen, ein Sinn jenseits des Sichtbaren.
Gut, ich komme mit. Ich muss nur noch kurz eine Nachricht an meine Lieben schreiben:
„Hallo, macht euch bitte keine Sorgen. Ich will suchen und hoffen lernen, Wunder entdecken und Geheimnisse glauben. Vielleicht gibt es doch viel mehr, als man sehen kann. Liebe Grüße, euer Melchior.“

Suchen und hoffen lernen wie Melchior - das wünsche ich uns allen heute am Tag der Weisen aus dem Morgenland. Ihr Peter Herrfurth, Landesjugendpfarrer in Magdeburg


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