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28.07.2020
Dienst(ag)

Gleich gehe ich zur Dienstberatung. Das hat etwas mit „dienen“ zu tun, und das Dienen steckt in vielen Wendungen unserer Sprache: Ich denke an den Staatsdiener oder all die Dienstleister in der Dienstleistungsgesellschaft. Auch im Minister und der Administrator, das Servieren, der Service und das Service – das kommt alles über Umwege aus dem Lateinischen und hat mit „dienen“ zu tun. Vom öffentlichen Dienst bis zum Server, der ohne Murren vor sich hin surrt – überall steckt dieses Wort drin: dienen.

Lässt man sich’s auf der Zunge zergehen und schmeckt ihm nach, klingt das bestenfalls altmodisch – dienen –, aber noch mehr klingt es nach Unterwürfigkeit, nach Kadavergehorsam, nach Knecht-Sein und stumpfer Pflichterfüllung. Wer will schon jemandes Diener sein?

Einer schreibt in der Bibel: „Dient einander ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat.“ Und dieser Aufforderung schickt er die Erinnerung voraus: „Wichtiger als alles andere ist, dass ihr euch nicht davon abbringen lasst, einander mit Liebe zu begegnen.“

Dienen und Liebe – eine spannende Verbindung! Wie diene ich dir mit Liebe? Indem ich dir sage, was zu sagen ist. Indem ich ertrage, was zu ertragen ist. Indem ich nicht das meine suche, sondern was dir dient. Indem ich an dir festhalte, auch wenn es etwas kostet. Weil es wieder gute Tage geben wird!

Für ihre Dienstberatung und jeden anderen Dienst an diesem Tag wünsche ich Ihnen ein Quäntchen Liebe.

Das sagt Ihnen und wünscht Friedrich Kramer, Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland


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