16.09.2016
Ein Konzert im Park

In der Seitentür meines Autosstecken Stimmungen. Da bewahre ich CDs auf. Wenn es ein wirklich harter Tag war, dann nehme ich die CD mit den beiden Männern mit Gitarre: Simon and Garfunkel, The Concert in Central Park. „Sound of Silence“, „Bridge over Troubled Water“, zwei Männerstimmen in perfekter Harmonie. Dann singe ich mit, so harmonisch wie möglich, und glaube wieder daran, dass die Welt doch kein ganz schlechter Ort ist.

Das Konzert im New Yorker Central Park fand heute vor genau 35 Jahren statt. Es war als Benefizkonzert für den Park gedacht, der damals in einem sehr schlechten Zustand war. Leider waren auch Simon and Garfunkel in keinem sehr guten Zustand: Die beiden hatten sich schon vor Jahren getrennt, die Vorbereitungen für das Konzert müssen furchtbar gewesen sein. „Art und ich stritten uns die ganze Zeit“, sagte Paul Simon später. Auf der CD ist davon nichts zu hören. Dieses Konzert ist ein Abend voll reiner Harmonie.
Die Welt ist kein ganz schlechter Ort. Es gibt das alles, unterschiedliche Vorstellungen, getrennte Wege, Streit unter Menschen. Und es gibt noch mehr. Etwas, das uns zusammen führt und über uns hinaus. ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist. Es kommt von woanders her. Ich nenne das: Den Geist Gottes. The Sound of Silence. A Bridge over troubled water.

Pfarrerin Kathrin Oxen aus der Lutherstadt Wittenberg


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