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16.12.2016
Ein Stern zum Himmel

Früh am Morgen gehe ich joggen. Da ist es jetzt noch ganz dunkel. Aber wenn ich am Ende wieder am Rathenauplatz in Halle, an der Pauluskirche ankomme, leuchten aus vielen Fenstern helle Sterne mit einem warmen Licht.

Sie haben markante Zacken und wurden in Herrnhut in der Lausitz vor 200 Jahren erfunden. Vielleicht sogar im Mathematikunterricht wegen der geometrischen Formen.

Herrnhut ist ein frommer Ort. Von dort wurden Frauen und Männer als Missionare in die Welt geschickt, um vom gnädigen Gott zu erzählen. Ihre heranwachsenden Kinder blieben zurück im Internat. Kurz vor Weihnachten bastelten sie in Geometrie einen komplizierten Stern. Er erinnert an den Stern von Bethlehem. Drei Könige waren ihm gefolgt. So kamen sie bis zum Stall, zum Gotteskind. An das Ziel ihrer Sehnsucht.

Gerade vor Weihnachten haben sicher viele der Kinder voller Sehnsucht an ihre Eltern in der Ferne gedacht. Sie haben gebastelt und gehofft, dass der Stern ein guter Wegbegleiter sein würde.

So ist der Herrnhuter Stern also ein Sehnsuchtsstern. Ein Licht für alle, die suchen und von Heimweh geplagt werden. Für mich ist er morgens immer auch ein schlichtes Zeichen: So, lieber Hans-Jürgen, jetzt bist du brav deine Runden gelaufen, gleich bist du am Ziel. Es liegt hinter diesem Fenster dort an der Ecke, da leuchtet dein Stern, nur noch ein paar Meter.

Hans-Jürgen Kant von der Evangelischen Kirche in Halle


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