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26.09.2016
Engel-Tag

Erschöpft fühlt er sich. Kraftlos. Am Ende. So liegt er unter dem Dornenstrauch in der Wüste. Er ist dabei, zu verhungern, zu verdursten. Er kann nicht mehr: Mein Leben, das ist gescheitert. Elia will nicht mehr, erzählt die Bibel.

Eben noch war er so erfolgreich. Alles schien ihm zu gelingen. Jetzt ist er auf der Flucht. Und in der Wüste ist es heiß. Glutfinger greifen nach ihm. Aber dann wird es Abend. Nacht. Er ist erschöpft und schläft ein. Da hört er auf einmal eine Stimme: „Elia, steh auf. Nimm und iss!“
Da spricht ihn einer mit Namen an. Und da ist Brot und ein Krug mit Wasser.
Das muss ein Engel sein.

Er isst und trinkt und schläft wieder ein. Erneut wird er geweckt. Wieder Brot und Wasser. Dazu eine neue Aufgabe: „Stärke dich und mache dich auf den Weg!“

Und tatsächlich: Elia geht los. Ohne Angst. Am Morgen, noch bevor die Sonne den Horizont erklimmt. Der Weg ist weit, aber er hat ein Ziel.

Solche Engel braucht es im Leben. Sie müssen keine Flügel haben. Aber sie bringen das, was zum Leben nötig ist. Sie helfen auf. Wo alles ausweglos scheint, zeigen sie neue Wege.

Solche Engel wünsche ich Ihnen und mir heute und ganz besonders dann, wenn es schwer ist. Hans-Jürgen Kant, Superintendent in Halle.


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