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22.01.2023
Gott unter meinen Füßen

Das neue Jahr ist noch beneidenswert jung.

Deshalb sind auch meine Vorsätze von Silvester noch frisch. Ans Meer fahren – schon eingelöst. Die Sprache Tansanias vervollkommnen – die Sprachapp ist schon runtergeladen. Ein anderer Vorsatz könnte länger dauern: öfter mit anderen über Gott zu reden. Mich bedrückt es, dass viele Kirchen so leer sind oder gar schließen. Mich macht es nachdenklich, dass Gott bei manchen Komikern zur Witzfigur entartet oder, was vielleicht noch trauriger ist, einfach uninteressant geworden ist. Gott, auch wenn ich ihn oder sie oft nicht verstehe, ist für mich kostbar. In der Zeit der friedlichen Revolution 1989 beispielsweise, wurde Gott doch besonders von uns Ostdeutschen als Kraftquelle für mutigen Widerstand angezapft! Warum scheint es heute so, als sei diese Tankstelle vergessen? Alles Schnee von gestern? Wenn ja, warum?

Die Gründe möchte ich herausfinden. Es gibt tolle Anstöße für Gespräche über Gott und die Welt. Zum Beispiel ein modernes Fussbodenlabyrith des Künstlers Martin Assig in der Magdeburger Klosterkirche unserer Lieben Frauen. Über dieses Labyrinth bin ich schon oft gelaufen und hatte in Marmor gemeißelte Fragen nach Gott, nach dem Woher und Wohin unseres Lebens unter meinen Füßen. Eine gelungene Provokation zum Nachdenken. Ich habe den Künstler und die Museumsleiterin zum 18. Februar in die Kirche zu einem Kunstgottesdienst ANDERNORTS eingeladen. Wenn Sie Lust haben, kommen sie um 17 Uhr dorthin. Vielleicht sehen wir uns. Gabriele Herbst, Magdeburg.


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