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11.11.2016
Kinder

Neulich im Kindergarten: Max und Nina, sechs Jahre alt, sitzen nebeneinander beim Frühstück. Ach Max, sagt Nina plötzlich ganz unvermittelt, ich liebe Dich und will Dich heiraten.
Max ist ungerührt, sieht kurz zur Seite und sagt: Frag mich in sechs Jahren noch einmal.
Ist das nicht niedlich?
Kinder rühren uns Erwachsene an. Wir erinnern uns an unsere eigene Kindheit. Wir erinnern uns an die Wunden, die uns das Leben seitdem geschlagen hat und wie unbeschwert – hoffentlich – die Kindheit war. Für uns Erwachsene wirken Kinder unverstellt, authentisch, ehrlich.
Erstaunlicherweise spielen Kinder in der Bibel kaum eine Rolle. Nur einmal nennt Jesus ein Kind in seiner Nähe als Beispiel. Er sagt zu den Erwachsenen: Werdet wie dieses Kind, sonst könnt ihr Gott nicht nahe sein.
Unverstellt und unbeschwert wie Kinder sind wir Gott nahe? Dürfen wir das als Erwachsene? Wir müssen doch erwachsen sein: nachdenklich und belastbar, eben nicht kindlich naiv.
Kindlich bedeutet nicht kindisch. Kinder sind noch von vielem frei, was uns Erwachsene belastet. Jesus sagt: Seid doch einfach so frei wie dieses Kind und glaubt an Gott.
Können wir das? So frei sein, sogar an Gott zu glauben? Einfach alle Fragen und Zweifel einmal bei Seite lassen? Kinder können das; ich versuche es jeden Tag.
Wahrscheinlich liebst du dann ein anderes Mädchen, sagt Nina.
Quatsch! Nie! sagt Max.
So einfach ist das.

Evangelisch grüßt aus Dessau
Joachim Liebig


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