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17.03.2020
Kraft bekommen

Ich erinnere mich gut an meine Studentenzeit in Leipzig und Berlin.
Der Dienstag war immer knüppeldicke voll mit 6 Stunden Vorlesungen und 4 Stunden Seminare.
Wir kannten ja keine Regelstudienzeit.
Wir hatten 9 Semester zum Studium und ein Semester für Staatsexamen und Diplom.
Eigentlich war ich nach den 10 Stunden Uni total müde.
Aber da winkte am Abend der Unichor.
Zwei Stunden singen mit vielen Studenten anderer Fakultäten und dann noch ein Absackerbier in einer der Studentenkneipen.
So ein Tag ist eben nicht nur eine Frage der Kondition, sondern auch der Motivation.
Der Unichor – der lockte, die Aussicht darauf reichte, um den vollen Tag gut durchzustehen.
Manchmal reichte aber auch diese Vorfreude nicht aus.
Dann habe ich mir vorgestellt:
Ich bin ein Baum mit tiefen Wurzeln, der an einem Bach steht.
Ich muss die Wurzeln nur ein wenig strecken, dann bekomme ich neue Kraft.
Der Psalmbeter des 1. Psalms in unserer Bibel beschreibt das so:
Ein Mensch, der sich zu Gott hält, ihm glaubt, dass er Gutes mit uns vorhat und sich an seine Gebote hält,
der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit.
Das ist ein wunderbares Bild:
Der Mensch, der Gott vertraut, bekommt Kraft, wenn er sie braucht.
Und das zweite schöne an diesem Bild ist befreiend:
Die Frucht muss ich bringen zur rechten Zeit.
Also nicht immer und ständig, dass überfordert jeden Menschen,
sondern zur rechten Zeit.

Das wünsche ich ihnen.
Pfarrerin Renate Höppner aus Magdeburg


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