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25.11.2016
Mütter

Eine junge Frau mit einem Kind auf dem Schoß. Die beiden sind umhüllt von einer goldenen Rettungsfolie. Gegen die Kälte, denn die beiden sitzen draußen, vor einem Baum, auf dem Boden. Heute ist auf meinem Kalender eine Flüchtlingsfrau mit ihrem Kind zu sehen. Wahrscheinlich fotografiert auf dem Weg nach Europa oder in einem der Flüchtlingslager. Die Mutter füttert ihr Kind aus einem Babygläschen. Es ist die gleiche Marke wie die, die ich immer für meine Kinder gekauft habe.
Ich bin auch eine Mutter. Und bei all den Bildern aus den Flüchtlingslagern denke ich immer zuerst an die Mütter und ihre Kinder. Was täte ich nur, wenn in meiner Heimat Bomben fielen? Würde ich meine vier Kinder nehmen und losgehen? Wie sollten wir das schaffen? Und dabei können meine Kinder schon alle selber laufen.
Ich habe als Pfarrerin schon viele Geschichten von Frauen gehört, die am Ende des Zweiten Weltkrieges mit ihren Kindern auf die Flucht gegangen sind. Manche dieser Geschichten können einem das Herz zerreißen.
Ich kann wirklich nicht verstehen, wie manche Menschen ihr Herz so verschließen können gegen die Not anderer Menschen, besonders von Müttern und ihren Kindern. Wir leben doch so satt und so sicher. Wir können helfen.

Tun Sie heute etwas Gutes!
Pfarrerin Kathrin Oxen aus der Lutherstadt Wittenberg


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