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16.12.2016
Nichts tun - wie die Engel

Steigt der Weihnachtsstress? Meinen Sie: Selbst als Engel hat man gerade keine ruhige Minute?
Pah! - Zwei Engel machen da nicht mit. Vor ein paar Tagen habe ich sie in Dresden entdeckt. Auf einem Bild in der „Gemäldegalerie Alte Meister“. Auf der „Sixtinischen Madonna“ von Raffael. Da konnte ich sie sehen: Unten am Bildrand lümmeln die beiden Ausnahmeengel. Der eine verschränkt seine Arme, der andere stützt seinen Kopf auf. Sie lassen die Dinge einfach laufen und schauen zu, wie Maria ihr Kind in die Welt trägt.

Ich bin begeistert von diesen beiden Engeln. Sie genießen einfach den Augenblick und träumen. Ich stelle mir vor: sie freuen sich, bald mit dem kleinen Kind der Madonna spielen zu können.

Die beiden Engel leben das, wonach ich mich in diesen Tagen sehne: Sie tun nichts, sie gönnen sich Ruhe und lassen alle Fünfe gerade sein.
Vielleicht will Raffael ja auch genau das mit den Engeln seiner „Sixtinischen Madonna“ sagen: Halt mal an, du musst nicht immer etwas leisten. Das Wesentliche bekommst du geschenkt. Dein Leben. Deinen Atem. Deinen Herzschlag. Deine Lieben. Jeden Frühling, jeden Winter. Vor allem Deine Hoffnung. Sie liegt in dem Kind, das Maria in die Welt trägt. In Gottes Sohn, damit du froh wirst und deine Freude andere ansteckt.

Einen gesegneten 4. Advent mit Zeit zum Nichtstun
wünscht Ihnen Hans-Jürgen Kant, Superintendent in Halle.


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