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11.11.2016
Rom

Es freut mich immer noch. Es lässt gar nicht nach: dieses wunderbare Gefühl von unserer Romreise. Im Gegenteil: Manches wird mir jetzt erst richtig klar.
Sie hatten es ja sicher gehört: Mehr als 1.000 junge Menschen aus Mitteldeutschland, 22 Busse unterwegs nach Rom. Mit Luther zum Papst. Eine Woche lang gemeinsam mit evangelischen, katholischen und bisher ungetauften Mitreisenden feiern wir Gottesdienste, erkunden die ewige Stadt, essen gemeinsam, beten gemeinsam und kämpfen am Morgen gemeinsam gegen den Schlafmangel, weil die Nacht wieder einmal zu kurz war.
Und dann der Besuch bei Papst Franziskus. In Erinnerung bleibt mir, wie freundlich und zugewandt er den Fragen der Jugendlichen zuhört.
Es ist erstaunlich und geht allen zu Herzen, wie schnell auch unter so vielen Menschen eine vertraute Gemeinschaft entsteht. Im römischen Stadtbild fallen die gelben und blauen Pilgerschals auf: wir gehören zusammen; diesem Gefühl entzieht sich keiner.
Evangelisch? Katholisch? Ohne Kirchenbindung? Niemand empfindet das als Trennung; das Gespräch wird damit interessant. Was denkst Du? Was glaubst Du? Woran zweifelst Du?
Es gibt Unterschiede - aber die Gemeinschaft stört das nicht.
Vor allem aber bleibt der Eindruck: Wir sind keine Minderheit, die noch kleiner zu werden droht. Wir sind miteinander auf dem Weg, suchen Lösungen für die Sorgen unserer Zeit und dabei sind wir fröhlich. Das vergisst auch im Alltag niemand so schnell, der mit Luther beim Papst war.
Das gibt mir Hoffnung.

Evangelisch und fröhlich grüßt aus Dessau
Joachim Liebig


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