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21.10.2016
Sachsen-Anhalt in Rom

In Rom gibt es eine Menge Kirchen, unzählige Touristen aus aller Welt und ziemlich viele Autos. Zusammen mit 1000 Pilgern, mit Jugendlichen und Erwachsenen aus Mitteldeutschland war ich dort. Unter dem Motto „Mit Luther zum Papst“, haben wir die Stadt, den Papst und etliche Kirchen besucht.
Mit Lisa, Lea, Ronja, Max und Christine war ich in der Christuskirche in Rom. Diese Kirche an der Via Toscana ist etwas ganz Besonderes! Denn dort ist die deutsche evangelische Gemeinde zuhause - und ich habe mich sofort heimisch gefühlt. Denn vieles in der Kirche stammt aus Mitteldeutschland, wurde von Christen aus Luthers Heimat für die deutsche evangelische Gemeinde im fernen Rom spendiert.
So kommt der Taufstein aus Eisleben. Dort wo Martin Luther geboren und getauft wurde. Den Altar haben Erfurter gespendet. Dort war Luther im Kloster gewesen und Priester geworden. Die Kanzel kommt von den Magdeburgern. Und im Glockenturm hängen drei Glocken, die in Apolda in Thüringen gegossen worden sind.
Mit den Glocken hat es eine ganz eigene Bewandtnis. Sie wurden als Zwillinge für die Schlosskirche in Wittenberg und für die Christuskirche in Rom gegossen. Und so rief an beiden Orten der gleiche Klang die Leute sonntags zur Kirche. Doch da die Wittenberger Glocken im Krieg eingeschmolzen wurden, kann man das Originalgeläut heute nur noch in Rom hören.
Viele der etwa 500 Gemeindeglieder der Christuskirche stammen aus Deutschland.
Sie leben und arbeiten in Rom, doch sie sind mit uns verbunden durch ihren Taufstein, den Altar, die Kanzel und die Glocken. So bietet die Kirche eine Heimat in der Fremde, ein bisschen Sachsen-Anhalt mitten in Rom.

Peter Herrfurth, Landesjugendpfarrer in Magdeburg


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