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23.12.2016
Silvesterfunken

Noch ist alles ruhig. Gestern habe ich schon ein paar gehört. Vorgestern auch. Geknallt hat es und gekracht. Manche können es ja nicht erwarten. Mein Mann hat sich auch schon eingedeckt. Für ihn kann es ohne ein paar Raketen kein gelungenes Silvester geben. Ich muss immer ein bisschen schmunzeln, wenn er da steht und auswählt, im Geschäft. Wenn es um die leuchtenden Raketen geht, ja, da bin ich voll dabei. Die sehe ich mir gerne an. Fröhliche Farbfunken. Aber Chinakracher finde ich schlimm. Im Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, da gab es einen alten Mann, der im Krieg Soldat gewesen war. Er hasste den Silvesterabend. Für ihn war das Kriegslärm. Und daran wollte er nicht erinnert werden. Und auch ich denke: Kriegslärm haben wir doch genug in der Welt. Bunte Farbfunken, von denen können wir viel mehr gebrauchen. Licht ins Dunkle und Farbe für die Welt. Noch ist alles ruhig. Noch einen Tag hat das alte Jahr. Das Knallen soll böse Geister fernhalten. So ist es überliefert. Meinem Mann macht es einfach Spaß! Und vielen anderen auch. Sie können es kaum erwarten. Wie schön wäre es, wenn wir alles Leid und alle Gewalt einfach wegknallen könnten. Wenn mit jedem Farbfunken Ideen sich verbreiten, wie wir endlich Frieden schaffen in der Welt. Und der Mut, die Probleme um uns herum wirklich anzupacken. Friedensfunken für ein neues Jahr! Auf so ein Feuerwerk freue ich mich.

Einen guten Silvestertag wünscht Ihnen Pfarrerin Katja Albrecht aus Merseburg


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