Angedacht, MDR, Radio, Radio-Andacht, Radio-Andachten, Radioandacht, Radioandachten,

23.12.2016
Zwischen den Jahren

Fürchte dich nicht – das ist die Erkennungsformel der Engel in der Weihnachtsgeschichte. Jetzt, nach den Weihnachtstagen, höre ich nur noch den Nachhall dieser Worte. Aber in meiner Wohnung am Weihnachtsbaum, da sind sie noch. Fürchte dich nicht, eigentlich kann ich so einen Zuruf fast jeden Tag gebrauchen. Nicht, weil ich so ein ängstlicher Mensch bin. Eher, weil ich versuche ehrlich auf die Welt und das Leben zu schauen.
Und was ich da sehe, das ist schon zum Fürchten: Krieg, Gewalt und Hunger, Streit, Einsamkeit und Verzweiflung. Aber wenn ich mich fürchte, dann kann ich nicht handeln. Dann kann ich nur stillhalten und abwarten. Was die Engel in der Weihnachtsgeschichte zu sagen hatten, das hatte aber nicht mit Abwarten und Kopfeinziehen zu tun. Den Hirten rufen sie es zu: Fürchtet euch nicht. Gott schickt uns zu euch. Ihr sollt sehen und fühlen, wie Gott ist. Denn in jedem von euch ist Gott. Geht zum Kind, das in der Futterkrippe liegt. Die Hirten sind losgegangen. Angst und bange war ihnen, denn bisher hatte es noch niemand gut mit ihnen gemeint. Fürchtet euch nicht! Für sie hat sich das gelohnt, dieses Vertrauen. Mit frohem Herzen sind sie wieder losgezogen. Und das nehme auch ich mit in die Tage nach Weihnachten. Vieles, was zum Fürchten ist, können wir Menschen verändern. Und jeder und jede kann damit anfangen. Darum lasse ich meine Engel noch ein bisschen hängen.

Einen furchtlosen Tag wünscht Ihnen Pfarrerin Katja Albrecht aus Merseburg


Bleiben Sie mit unseren Newslettern auf dem Laufenden.

Hier Abonnieren

Die besten News per E-Mail - 1x pro Monat - Jederzeit kündbar




E-Mail-Probleme

Aufgrund der Umstellung unseres E-Mail-Systems kann es zu Verzögerungen oder sogar dazu kommen, dass E-Mails nicht zugestellt werden.
Bitte nutzen Sie die Möglichkeit der Lesebestätigung.
Wir arbeiten dran.