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11.10.2016
Donald, halt die Luft an

Besinnungslos. So fühlt es sich an. Das Jahr der Schreihälse. Es scheint gerade erlaubt zu sein, besonders laut zu brüllen, besonders scharf zu attackieren, besonders unflätig zu sein. Gerade wieder gesehen im Präsidentschaftswahlkampf in den USA. Der Unterhaltungsfaktor ist hoch, wenn Donald wieder ‚lostrumpelt’ im Fernsehduell mit Hillary. Besinnungslos.
Wer hat ihm das erlaubt? Einfache Benimmregeln scheint er nicht zu kennen. Einen Grundrespekt vor jedermann und jederfrau – Fehlanzeige. Selbst seine wenigen scheinbar freundlichen Worte – pure Show. Faktencheck? Egal! Es wird gelogen, bis sich die Balken biegen. Es wird gedroht und gehasst.
Reden, als ob es Gott nicht gibt.
Frauen dürfen natürlich beleidigt und angegrapscht werden. Und „reden nicht alle so in den Männerumkleiden?“ Nein. Tun sie nicht. Die Mehrzahl der Männer weiß sich zu benehmen und muss sich dabei nicht einmal anstrengen.
Gute Politiker können korrekt zu sein und ertragen den Faktencheck.
Menschen können sich besinnen. Können auch mal die Klappe halten. Mal hinhören. Ein Argument der Gegenseite prüfen. Sie können sich korrigieren. Das geht.
Und es ist wichtig. Wir müssen uns nämlich verantworten für das, was wir tun und sagen. Donald, sie und ich. Wir sind eben nicht allein auf der Welt.
„Erforsche mich, Gott, erkenne mein Herz.“So wünscht es sich der Beter des 139. Psalms. „Prüfe mich. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin. Und leite mich auf einem Weg, der bleibt.“
Ulrike Greim, Weimar, Evangelische Kirche.


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