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25.10.2016
Eichhörnchentag

Unter Mittag war neulich Zeit für einen Spaziergang mit dem Hund. Die frische Luft tut gut. Am Teich machen wir Pause. Alles ist so friedlich. Ein paar Spaziergänger. Kinder spielen Fangen. Enten dösen in der Sonne. Ich sitze auf einer Parkbank und strecke die Beine aus. Der Hund gähnt. Aber im Laub da vorne raschelt es. Ein kleines braunes Wollknäuel kommt heraus - ein Eichhörnchen. Es trägt eine Nuss mit sich herum. Be-stimmt für den Wintervorrat. Da fällt mir ein: Eine Kollegin hat neulich auf Facebook Bil-der zum Eichhörnchentag gepostet. Eichhörnchentag? Soll das heißen, die sind jetzt auch gefährdet und müssen geschützt werden? Nein. Unter der Überschrift „Eichhörn-chentag“ war ein Foto mit lauter Eingemachtem zu sehen. Marmeladen, Kompott - eben alles, was man aus Obst und Gemüse machen kann. Vorräte für den Winter. Da hätte ich auch noch genug zu tun. Apfelmus und Quittengelee stehen noch aus. Und kaum den-ke ich daran, fällt mir noch manches mehr ein, was ich tun müsste. Statt dessen genieße ich die Sonne. Ach, wenn man doch auch solche Vorräte sammeln könnte: Einen Vorrat an warmen Sonnenstrahlen für die trüben Tage. Eine Kiste Geduld für vertrackte Mo-mente. Und einen ganzen Sack voll Liebe für alle, die sie so dingend brauchen. Martin Luther hat einmal gesagt: „Gott ist ein glühender Backofen voller Liebe, der da von der Erde bis an den Himmel reicht.“ Gut zu wissen, dass es da einen unerschöpflichen Vor-rat an Liebe gibt, wo auch für mich mehr als genug dabei ist - findet Kristina Kühnbaum-Schmidt, Regionalbischöfin der evangelischen Kirche in Meiningen.


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