30.01.2016
Abend-Lieder

„Diesen Tag, Herr, leg ich zurück in Deine Hände, denn Du gabst ihn mir“ -
Wie legt man einen Tag zurück?

Mit meinen Kinder hat sich im Laufe der Zeit eine Art Ritual eingespielt, abends im Bett:
Vorlesen – dann Licht aus – Beten - und Singen.

Vorlesen, jeden Abend ein Kapitel - dann Licht aus.
Dann beten: Was war heute schön? Ist gut gelaufen? Und was hat dich geärgert oder war traurig?
Aus den Antworten der Kinder und meinen eigenen formuliere ich ein kleines Gebet.
Und dann singen wir.
Meistens alte Lieder, am liebsten: „Der Mond ist aufgegangen“.

Den Tag Gott in seine Hand zurücklegen.

Mittlerweile sind meine Kinder und ich nicht mehr so sicher sind, ob unsere Form noch stimmt.
Mittlerweile schlafen die Kinder in eigenen Zimmern, lesen unterschiedliche Bücher, lesen oft lieber alleine.
Mittlerweile klingen die Tagesrückblicke oft wie abgenutzt. Dann kürzen wir es ab: „Danke Gott für diesen Tag!“.
Mittlerweile singe ich oft alleine. Vielleicht, weil die Kinder müde sind. Vielleicht weil sie Singen uncool finden.

Ich aber, ich hänge an den alten Liedern.
Sie sind mir kostbar geworden, sie hüllen sich wie ein Mantel um diesen Tag, den ich Gott in seine Hand zurücklege.

„So legt euch denn, ihr Brüder, in Gottes Namen nieder. Kalt ist der Abendhauch.
Verschon uns, Gott, mit Strafen und lass uns ruhig schlafen und unsern kranken Nachbarn auch.“

Dass auch Sie ruhig schlafen,
wünscht Ihnen Pfarrerin Elisabeth Wedding aus Jena


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