04.06.2019
Achtsamkeit

An manchen Abenden bin ich schlecht gelaunt. Der Grund dafür ist einfach. Ich hatte mir für den Tag  zu viel vorgenommen und versuchte deshalb, einiges gleichzeitig zu machen.  Schon beim Frühstück las ich bereits meine Mails.  Den Gesprächsabend plante ich gedanklich im Konfirmandenunterricht. Und beim Spielen mit meiner Tochter schrieb ich nebenbei meine Einkaufsliste.

Am Abend bin ich dann frustriert, dass ich trotz aller Bemühungen mein selbst gesetztes Pensum nicht geschafft habe. Und meine gute Laune – die ist dann auch futsch.

Die schönen Momente des Tages verliere ich in solchen Situationen dann leider auch aus dem Blick, zum Beispiel die mit meiner Familie oder ein gelungenes  Gespräch in einem Konfliktfall.

König Salomo, ein kluger Mann aus biblischen Erzählungen, soll gesagt haben: „ Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde. Arbeiten hat seine Zeit, Pause machen hat seine Zeit.“

Vielleicht sollte ich das mehr beherzigen, dass manches einfach seine Zeit braucht – und anderes noch Zeit hat.  Ich muss nicht alles auf einmal und schon gar nicht gleichzeitig tun. Das macht keinen Spaß und vergrault andere, am meisten aber mich. Deswegen sollte ich wohl öfters versuchen, den Tag nicht so voll zu packen. Dann kann ich auch viel dankbarer sein für das, was ich geschafft habe und zufriedener schlafen gehen.

 

Eine erholsame Nacht wünscht Ihnen Pfarrer Christoph Knoll aus Erfurt


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