26.10.2020
Andrà tutto bene

Andrà tutto bene. Die drei Worte waren groß auf ein Banner geschrieben, das an einem Haus in Jena befestigt war. Ich sah es vom Zug aus, der gerade im Paradiesbahnhof hielt. Was soll denn das bedeuten, fragte ich mich und hatte Zeit, bei der Weiterfahrt im Zug ein wenig im Internet zu suchen. „Andrà tutto bene“ ist italienisch, zu deutsch: Alles wird gut.

Im Netz fand ich gleich den Hinweis auf einen italienischen Sänger, der einen Song unter diesem Titel geschrieben hatte. Sollten all die Studenten, die im Haus gegenüber des Paradiesbahnhofs wohnen, Fans dieses Sängers sein? Eher unwahrscheinlich. Oder hatten sie sich in Prüfungszeiten einfach mal ein italienisches Mutmach-Motto ausgewählt?

Beim weiteren Suchen fand ich dann, dass diese drei Worte im Frühjahr in Italien, als die Corona-Krise besonders hart war, die Hoffnung aufrecht gehalten hatte. Viele Italiener haben die Worte auf Schilder oder Bettlaken geschrieben und damit den Vorübergehenden gezeigt, dass sie sich nicht geschlagen geben.

Sich gegenseitig Mut machen. Auch wenn man weiß, dass jetzt noch nicht alles gut ist – wie schön. Das allein hilft schon. Ich gebe es gern weiter an sie. Andrà tutto bene. Eine gute Nacht wünscht Pastorin Katarina Schubert von der evangelischen Kirche in Kamsdorf.


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