14.06.2016
Anrecht auf Glück

Ich habe Anrecht auf ein kleines bisschen Glück. Oder nicht? Nur ein bisschen. Gar nicht alles. Und schon gar nicht auf einmal. Aber ein klein bisschen, schon. Findet sie.
Und füllt einen Lottoschein aus. Lächelnd überreicht sie den dem Mann hinter der Ladentheke.
Wenn es der Himmel will, dann macht es ‚kling’. Und das Geld kommt. Und das Haus im Grünen. Sie will auch Gutes mit dem Geld tun. Auch viel spenden. Oh ja. Bei ihr wäre das große Geld mal gut aufgehoben. Findet sie.
Das Glück. Es soll einfach endlich mal kommen.
Sie ist 52. Geschieden. Die Kinder sind schon groß. Eine schwere Krankheit hat sie tapfer überstanden. Und drei Männer. Das Glück war nicht so intensiv, wie sie es sich immer erträumt hatte. Eher ganz klein. Und nur kurz zu Besuch.
Die Geburt ihres Sohnes war so ein Moment. Und als einmal alle zusammen gefeiert haben. Die Familie. Der Vater lebte noch. Die Großtante. Die Nachbarn waren gekommen. Da, mal ganz kurz, da guckte es um die Ecke. Und einmal auf einem Konzert.
Aber sollte das alles gewesen sein?
Ich will das Herz offen halten, hatte sie sich gesagt. Dafür, dass es einmal richtig dick kommen kann, das Glück.
Hallo Himmel! Komm mich doch mal besuchen. Mit Lottofee. Oder ohne. Egal. Aber schau einfach mal rein.
Bittet für diese Frau: Ulrike Greim aus Weimar von der Evangelischen Kirche.


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