16.03.2020
Dank in Zeiten von Corona

Um 10 Uhr abends brandete auf einmal Applaus auf aus allen Fenstern, in ganz Italien. Von allen Balkonen, in allen Gassen. Landesweit standen Menschen am Fenster und spendeten Applaus für die Ärzte und Pflegekräfte in den Krankenhäusern. 

Italien ist mit am schwersten betroffen von der Krise durch das Coronavirus. Ärzte und Pflegekräfte kämpfen seit Tagen rund um die Uhr in den Kliniken um das Überleben der Patienten. Einige bis zum Rand der Erschöpfung. Sie können nicht mehr.

Während die einen krank liegen und arbeiten, dürfen andere das Haus nicht verlassen.

Wie Danke sagen, wenn man jemanden nicht mehr die Hand schütteln kann? Wie das Leben feiern, wenn man nicht mehr in Bars und Theater, Clubs und Kinos gehen kann?

Ganz einfach, haben sich die Italiener gesagt: Wir geben euch unseren Applaus, unseren Dank, abends am Fenster um 10. Applaus für Schwestern und Ärzte. Sie haben sich über social media verabredet, sich die Nachrichten herumgeschickt, damit es möglichst alle wissen. Hat geklappt. Die Videos stehen im Netz. Warmer Regen für die Ohren.

Und hier und da gab es auch für die eingeschlossenen Nachbarn ringsum einfach ein Konzert: mitten am Tag. Wir singen für euch, wir musizieren für euch, haben sich Künstler gesagt und ihre Arien vom Balkon herab in die Stadt gesungen. So bleibt keiner allein.

So sagen wir Dank, mit Liedern und Applaus all jenen, die jetzt um das Leben kämpfen, berührend schön und nachahmenswert, findet

Kristin Jahn, Superintendentin im Kirchenkreis Altenburger Land


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