Die Weisen aus dem Morgenland

Gestern morgen wurde der Christbaum abgeholt. War uns ein lieber Weihnachtsbesuch.

Jetzt war es an der Zeit, er hat schon sehr genadelt.

Aber was ist mit der Krippe? Darf sie noch ein paar Tage bleiben? Schließlich geht die Weihnachtszeit ja offiziell 40 Tage lang, bis zum 2. Februar. Maria Lichtmess.

Die Heiligen Drei Könige sind als letztes zum Stall von Bethlehem dazu gekommen. Eigentlich ja erst vor 3 Tagen, am 6. Januar. Bei ihnen leuchtet es ein, dass sie weiterziehen. Haben ja schließlich noch einen weiten Weg vor sich. Und waren ja auch gewarnt von den Nachrichten des Königs Herodes, der keine anderen Herrscher neben sich gelten lassen will.

Bei den Krippenfiguren der 3 Männern aus dem Morgenland fällt es nicht schwer, sie gehen zu lassen und einzupacken. Während ich sie in die Hand nehme, muss ich lange in ihre Gesichter schauen. Diese drei Männer, was sie wohl erlebt haben? Weise, nennt sie die Weihnachtsgeschichte, oder Magier. Und in der Tat scheinen die drei Männer ein besonderes Wissen zu haben. Ihre Augen sind weit offen, als könnten sie hinter die sichtbaren Dinge sehen und verstünden mehr von dem, was da vor ihnen in der Krippe liegt. Als spürten sie es am eigenen Leibe, dass sie es hier mit Gott zu tun haben. Weil die Liebe ihnen begegnet.

Ob sie sich verständigen konnten?

Mit ihren Geschenken sprechen sie eine Sprache jenseits aller Worte oder Dolmetscher. Gold versteht jeder; Myrrhe und Weihrauch damals jedenfalls auch: Geschenke an jemand ganz Besonderen.

Die Drei Figuren werden wieder weggeräumt und vorsichtig verpackt. Aber sie lassen ihre Frage zurück, an mich und an uns: Was hast Du zu verschenken? Was kannst Du geben?

Das ist gut zu fragen, weil wir alle viel zu geben haben.

Pfarrerin Elisabeth Wedding aus Jena.