19.11.2020
Elisabethtag

Immer mehr Menschen achten bei dem, was sie kaufen, darauf, woher die Sachen kommen. Unter welchen Bedingungen sie hergestellt werden. Sie fragen, ob die, die sie herstellen, auch davon leben können. Gut leben.

Aber es gibt auch solche, die sagen: „Das ist albern. Das ändert doch nichts. Mach’s, wenn du es nicht lassen kannst, aber nerv‘ mich nicht damit.“

Dabei hat es gute Tradition, zu machen, was man für richtig hält. Auch wenn andere mit den Augen rollen.

Elisabeth von Thüringen z.B. war eine, die hat sich schon damals, vor über 800 Jahren nicht beirren lassen. Von vielen ist sie nicht ernstgenommen worden. Von ihrer Familie und dem ganzen Hofstaat. Es war nicht vorgesehen, dass sie als Adlige aus der Rolle fällt. Als Frau schon gar nicht, nachfragt, nachgeht, Verantwortung übernimmt.

In Gotha gründet sie mit ihrem Mann Ludwig ein Hospital. Nach einer Missernte lässt sie Weizen austeilen. Denn sie weiß: Die Bauern brauchen keine Almosen, sondern Hilfe zur Selbsthilfe. Einmal geht sie ans Tor als ein Aussätziger davorsteht, lässt ihn ins Schloss, badet ihn und reinigt seine Wunden.

„Seht, ich habe es immer gesagt, man muss die Menschen froh machen.“ Soll sie gesagt haben. Das war ihr Maßstab, nicht nur in der eigenen Familie, sondern weit darüber hinaus.

„Menschen froh machen“ Daran erinnert heute am Elisabethtag Pfarrerin Dorothee Land, evangelisch und aus Erfurt.


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