17.05.2019
Engel beherbergen

Gute Nachrichten in diesen Tagen: In Sri Lanka haben Muslime ihre Moschee für die katholische Gemeinde geöffnet, deren Kirche bei einem Anschlag zerstört wurde.

In Neuseeland tragen tausende Menschen aus Respekt vor den Opfern des Attentats auf die Al-Nur Moschee in Christchurch ein Kopftuch.

In Weimar öffnet regelmäßig das Café der Religionen als Treffpunkt für Menschen unterschiedlichen Glaubens. Um sich zu begegnen, um miteinander zu reden statt übereinander! Zeigen, dass das möglich ist.

Gute Nachrichten, es gibt sie. Tolle Aktionen, die auf Dialog und Vielfalt statt Hetze und Intoleranz setzen.

Solche Zeichen brauchen wir in diesen Tagen, da unser Grundgesetz 70 Jahre alt wird. Dort heißt es in Artikel 4:

„Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich. Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.“ Das gilt ohne Unterschied für jeden, der hier lebt.

Ein großer Text, der aber erst in seiner Weite und Weisheit zu strahlen beginnt, wenn wir ihn leben.

Mich stimmt hoffnungsvoll, dass überall auf der Welt Menschen mit Phantasie und Offenheit zeigen, dass Religionen nicht das Problem sind, sondern die Fundamentalisten. Und die Extremisten, welcher Religion sie sich auch immer bedienen.

Ich sage: Im Gegenteil: Religionen sind ein Teil der Lösung für ein friedliches Miteinander auf dieser Welt. Denn schon die Bibel weiß: Vergesst nicht die Liebe zu denen, die euch fremd sind — so haben manche, ohne es zu wissen, Engel beherbergt.

Von Herbergen für Engel träumt in dieser Nacht Pfarrerin Dorothee Land, evangelisch und aus Erfurt.


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