18.04.2016
Faszinierend unbescheiden

Er wollte mehr. Er hatte genug davon, nur Worte zu bekommen. Das Reden mit Gott reichte ihm nicht. Er wollte etwas sehen. So stand er da. Innerlich aufgewühlt. Mose, der Mann Gottes. Gott hatte ihm gesagt: Führe das Volk in die Freiheit. Ich werde mitgehen. Du kannst ruhig sein.
Aber das reichte ihm nicht. Er wollte und konnte nicht ruhig sein.
Er fordert Gott heraus. „Wenn dein Angesicht nicht mitgeht, dann führ uns lieber nicht von hier hinauf.“ Er will Gottes Angesicht sehen. Er schleudert ihm entgegen. „Lass mich deine Herrlichkeit sehen!“ Alles oder nichts. Faszinierend unbescheiden.
Denn es geht ja nicht nur um ihn. Es geht um die, denen das Wasser bis zum Halse steht, die in Tränen versinken, die keinen Ausweg mehr sehen. Für die will Mose es nicht nur hören. Er will es sehen.
Und Gott lässt sich sehen. Aber Gott sehen von Angesicht zu Angesicht, das hält kein Mensch aus. Gott zeigt sich, aber er hält Mose dabei die Hand vor die Augen. Mose spürt mehr als er sieht. Gottes Liebe, Gottes Kraft.
Sein Herzschlag wird ruhig und stark. Die Zweifel sind weg.
Ja, Gott zeigt sich, so wie es gut für mich ist. Mit dem Herzen kann ich ihn sehen.
Dass Gottes Nähe Sie durch diese Nacht geleitet wünscht Ihnen Pfarrerin Dorothee Land von der evangelischen Kirche aus Erfurt.


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