06.06.2019
Feindesgebet

Zur Geburt meiner Tochter bekam ich ein Buch geschenkt. „Vatermänner – ein Bericht über die Vater-Tochter-Beziehung.“ „Cool“ dachte ich. Vielleicht wird mir ja erklärt, was ich bei der Erziehung meiner Tochter beachten sollte. Beim Lesen fand ich gleich am Anfang einen Tipp: „Wenn Ihre Tochter quengelt, dann ist sie meistens müde oder hungrig oder beides…“.   

Ein anderer Tipp, der hat mich dann echt überrascht, denn den kannte ich aus der Bibel: „Halten Sie ihre Tochter dazu an, für ihre Feinde zu beten.“ So ähnlich hat es Jesus gesagt.

 

Ja aber… Feinde? Die hat meine Tochter doch noch gar nicht.

Und ich? Beten für meine Kontrahenten? Als väterliches Vorbild  tue ich mich damit selbst richtig schwer. Andererseits hat Jesus vielleicht gerade deshalb diesen Tipp gegeben, weil er eine Ahnung davon hatte, dass Feindschaft untereinander beiden Seiten nicht gut tut. Das vergiftet nur die Atmosphäre! Schon klar, aber manchmal kann ich eben auch nur schwer aus meiner Haut.  

Ich glaube aber: Jesus hat recht! Eine Bitte um Versöhnung kann die eigene Einstellung zum anderen positiv verändern. Ich werde einfach versuchen, meiner Tochter das eines Tages zu erklären. Bis dahin wird mich dieses ‚Beten für meine Feinde‘ wohl immer wieder beschäftigen.

 

Eine friedliche Nacht wünscht Ihnen Pfarrer Christoph Knoll aus Erfurt


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