16.09.2021
Frieden

Abends liegt Thea im Bett und kann überhaupt nicht mehr schlafen. All die Bilder aus Afghanistan, die hilflosen Männer und Frauen, die Nachrichten, der Wahlkampf im Land, die Frage, was nun wird. Was aus diesem Land wohl mal wird!?

Sie hat sich angewöhnt, dann ganz bewusst ihre Augen zu schließen. Sie zuzumachen, auf die Suche zu gehen: Was war denn heute schön? Wofür bin ich dankbar, wofür kann ich jetzt danke sagen?

Manchmal liegt Thea dann lange noch wach. Manchmal muss sie einige Zeit suchen, bis sie sagen kann: das war heute gut. Aber oft findet sie mehr als genug. Die Sonne heute, der Blumenstrauß auf dem Tisch. Dass sie gesunde Hände hat, dass ihre Eltern noch leben, dass sie mit ihrer besten Freundin heute telefonieren konnte.

Ihr Herz wird dann leichter und ruhig.

Mich festhalten an dem Guten.

„Seid dankbar in allen Dingen“, schreibt Paulus an seine Freunde in Thessalonich, dem heutigen Thessaloniki. Sie waren in Aufruhr. Die Zukunft war ungewiss. So manche wurden verfolgt, bedrängt. Was bringt das alles noch, fragten sich die Freunde. Da schreibt Paulus ihnen:

Seid dankbar in allen Dingen und betet ohne Unterlass, denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch. Prüft alles und das Gute behaltet. So sei es.

Eine gute Nacht wünscht Ihnen Kristin Jahn, evangelisch und Superintendentin im Altenburger Land


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