01.11.2019
Fürbitten heißt, jemandem einen Engel schicken

Auch heute Abend liegen wieder viele Zettel in dem Körbchen am Eingang der Kirche. Auf ihnen haben Menschen aufgeschrieben, was ihnen auf der Seele liegt.

Da schreibt Luise: Mein Mann ist nun schon viele Wochen krank. Bitte lass ihn wieder gesund werden. Gib mir die Kraft, an seiner Seite zu bleiben.

Robert, 10 Jahre, bittet: Mama macht sich immer so viele Sorgen um mich. Ich will, dass sie weiß, das ich das schon schaffe.

Und Paul schreibt: Mein Enkel hat morgen ein Bewerbungsgespräch. Gib ihm die richtigen Worte und lass die, die entscheiden, sehen, dass er richtig gut ist.

Herzensworte. Worte, die zu Herzen gehen. Die berühren. Weil aus ihnen leuchtet, dass da Menschen aneinander denken und füreinander da sind. Weil aus ihnen die Hoffnung klingt, dass Gott einer ist, der sich der Not annimmt.

Worte, die leichter aufzuschreiben als auszusprechen sind.

Über dem Körbchen mit den Zetteln steht: „Fürbitten heißt, jemandem einen Engel schicken. Ihre Gebete werden wir am Sonntag im Gottesdienst Gott ans Herz legen.“

Es ist gut, dass das Sonntag für Sonntag in unseren Gottesdiensten geschieht. In ganz vielen Orten in Thüringen. Menschen lassen für andere vor Gott laut werden, was diese sich selbst nicht laut zu sagen wagen. Auch für Luise und Robert und Paul.

So bitte auch ich Gott in dieser Nacht: Für alle, die mit Sorgen schlafen gehen. Umhülle sie mit deinem Schutz und deiner Liebe. Amen.

Schlafen Sie gut. Das wünscht Pfarrerin Dorothee Land, evangelisch und aus Erfurt


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