01.03.2016
Glatteis

„Wenn es glatteist, gehen die Menschen Arm in Arm.“ Ein schöner Spruch!

Bei Enten ist das anders. Die haben ja keine Arme. Und watscheln als Einzelkämpfer über das Eis. Rutschen dabei zur Seite. Kommen nicht so richtig vorwärts.

Ich habe das neulich am Schlossteich beobachtet. Und hatte meinen Spaß daran.
Auch wenn es tollpatschig aussieht: Den Enten passiert nichts. Sie können nicht tief fallen. Und sie fallen ja weich.

Menschen auf Glatteis – das ist gefährlicher. Wenn du stürzt, kann es Verletzungen geben. Brüche, die schwer heilen. Oder dir das Genick brechen.

Darum haben wir für Glatteis-Zeiten Arme, Gott sei Dank! Wir können uns unterhaken. Wir können uns umarmen. Wir können jemanden aufrichten und auch mal ein Stück tragen.
Die junge Verkäuferin gegenüber, die oft so verweinte Augen hat.
Den Nachbarn, der wieder arbeitslos ist.
Die syrische Familie im Nebeneingang, die dem Bombenhagel entkommen konnte.

Glatteis im Leben kennen wir alle. Unsichere Zeiten. Mit vielen Ängsten, vielen Sorgen, vielen Fragen. Aber solche Zeiten müssen uns nicht umhauen.
Wir können es über das Eis schaffen.
Wenn wir nicht die Hände vor´s Gesicht halten. Die Ellenbogen benutzen. Andere wegstoßen.

Wir können es über das Eis schaffen. Die Ärmel hochkrempeln und das Mögliche tun. Schritt für Schritt. Und Arm in Arm.

Eine wunderbare Nacht wünscht
Ihre Angela Fuhrmann,
Pfarrerin von der Ev. Kirche in Gotha


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