02.09.2019
Glücklich durch Gehen

Aufbrechen, losgehen, mal alles hinter sich lassen. Das ist der Grund, warum viele Menschen in die Natur gehen. Durch Wälder und über Wiesen wandern, auf Gipfel steigen. Es ist eine Weise, unterwegs zu sein, bei der alle Hast versiegt.

Ich setze Schritt für Schritt, achte auf den Weg. Höre den eigenen Atem. Nach einer Weile des Gehens beruhigen sich die Gedanken. Das Gepäck des Alltags, der lärmende Überfluss des Lebens, fallen ab. Ich gehe. Das reicht. Mehr brauche ich nicht. Wenn der Kopf alles bewältigt hat, wird es leer in mir. Leicht und frei. Bei drei oder vier Kilometer pro Stunde muss ich nicht mehr denken, kann nur noch sein.

Äußere und innere Bewegung gehen im Gleichklang. Ich bin glücklich, weil ich gehe.

Ich habe das diesen Sommer ganz neu entdeckt. Bin auf Berge gestiegen und wieder herunter. Allein, ohne zu reden. Nur sehen: wie die Bergblumen leuchten in allen Farben, wie Berge und Täler sich harmonisch ineinanderfügen, wie die Wolken ziehen und sich über allem der Himmel wie ein schützendes Zelt ausbreitet ... und offen werden, für das, was kommt.

„Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe?“ bete ich – so wie einst König David.

Sehen und fragen. Nach dem, der mein Leben in seinen Händen hält. Der bei mir ist, wohin ich auch gehe. Was immer auch kommt. So will ich mit David antworten und sagen können “...meine Hilfe kommt von Gott, der Himmel und Erde gemacht hat.“

Schlafen Sie gut. Das wünscht Pfarrerin Dorothee Land, evangelisch und aus Erfurt.


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