29.01.2020
Guter Vorsatz

Mit guten Vorsätzen für’s Neue Jahr tue ich mich schwer. Klappt meist nicht. Also lass‘ ich es.  Andererseits, denke ich, so ganz ohne ist auch irgendwie blöd. Nun habe ich mir doch etwas vorgenommen.  Beim Autofahren will ich weniger maulen. Einen Versuch ist es wert, da es mich nervt, wenn andere unverschämt drängeln oder hupen. Und manchmal mache ich das auch.

Das fängt beim Fahrstil an. Da kann ich selbstgerecht sein und mich aufregen. Die Ampel ist grün, aber der vor mir Fahrende bewegt sein Auto nicht vom Fleck. Wahrscheinlich war seine Farbe noch nicht dabei. Und ich hupe wild drauf los.

Oder ich fahre auf der schnelleren Spur, drängle mich kurz vor der Ampel auf meine Abbiegespur rein, obwohl die besetzt ist, und wenige Minuten später rege ich mich auf, weil ein Auto auf dem Parkplatz über zwei Lücken parkt. 

An meinem Verhalten will ich etwas ändern. Als Hilfe nutze ich eine biblische Regel: „Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“ Auf Verkehrssprache umgedeutet heißt das: „Geh‘ mit dem Autofahrer so um, wie er auch mit dir umgehen soll.“

Das klingt nicht nur gut, das fühlt sich auch gut an. „Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“ Ausprobieren will ich es. Zu allererst im Straßenverkehr und wenn es klappt, dann werde ich es ausweiten: auf mein ganzes Leben.

Schlafen Sie gut, wünscht Pfarrer Christoph Knoll aus Erfurt und evangelisch


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