10.06.2019
Ich glaube an den Heiligen Geist.

Babel heißt die riesige Skulptur in der Londoner Tate. Babel ist ein Turm aus achthundert alten Radios, in vielen Schichten gestapelt. Ein brasilianischer Künstler hat länger als zehn Jahre an dieser Kunstinstallation gearbeitet.

Die Radios sind auf ganz verschiedene Sender eingestellt. Sehr leise zwar, dennoch ist der Klang unerträglich:

Denn Informationen, Musik und Stimmen – alles ist gleichzeitig zu hören. Und du verstehst – gar nichts! 

Babel gibt’s nicht nur als einzigartiges Kunstwerk. Babeln ist eine alte und sehr gewöhnliche Unsitte: In Sitzungen und Versammlungen, in Klassenzimmern und auf öffentlichen Plätzen, bei Facebook und auf Twitter:

Es wird viel gebabelt. Und manchmal babele ich mit.

Doch manchmal geschehen  Wunder. Und das Babeln hört plötzlich auf. Stille kehrt ein. Wir sehen uns an. Verstehen uns. Einfach so. Ohne uns anzustrengen. Können zusammen lachen und weinen. Singen Lieder, die gut tun. Kriegen es hin, sachlich zu diskutieren – trotz verschiedener Ansichten.

Gott will das so. Er inspiriert uns zwischen unerträglichen Schallmauern aus Labern und Streit.

So muss das beim ersten Pfingsten gewesen sein. Als ganz verschiedene Menschen eine gemeinsame Sprache fanden. 

Verstehen und Verstanden werden. Wunderbarer Geist, heilige Momente.

Und du verstehst, was Gott sagt: Alles kann neu werden, ganz neu!

Ich glaube an diesen guten Gottes-Geist. Der sowas kann.

 

Frohe Pfingsten und eine gute Nacht

wünscht Angela Fuhrmann, Ev. Pfarrerin in Gotha


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