08.05.2016
In seiner Hand

„Du kriegst dein Leben nie in den Griff!“ Dass ihm dieser Satz hier wieder einfällt! Auf einer Kirchenbank neben seiner Oma.

„Du kriegst dein Leben nie in den Griff!“
Zwei Jahre ist es her, dass die Lehrererin das gesagt hat. Als diese unterirdische Mathe-Note auf dem Zeugnis stand.

Mathematik wird nie sein Lieblingsfach sein. Überhaupt wird er froh sein, wenn das Thema Schule erledigt ist. Nur, dass er noch nicht weiß, wie es dann weitergeht…
Er rutscht auf seinem Platz hin und her.

„Du kriegst dein Leben nie in den Griff!“ Dieser Satz macht ihm zu schaffen. Immer noch. Dabei kann er manches, was andere nicht können.

Z. B. das mit dem Zauberwürfel. Ganz gleich, wie durcheinander der gerade ist – im Handumdrehen hat er die Farben sortiert. Andere kriegen das gar nicht hin. So wie seine Mathe-Lehrerin. Bei dem Gedanken muss er kichern.

Und nun hängt er hier rum. Das Konzert interessiert ihn nicht besonderes. „Gott hält die ganze Welt in der Hand“, singen sie. Hätte er doch den Würfel dabei! Dann wäre es nicht so langweilig.

Doch dann bleibt sein Blick an dem bunten Fenster hängen. Dieselben Farben wie auf seinem Würfel! Und zwar ganz unsortiert!

Und da kommt ihm dieser Gedanke: Ob es nicht sein kann, dass dieser Gott auch sein Leben in der Hand hält? Und alles das sortieren wird, was jetzt noch durcheinander ist?

Eine gute Nacht in Gottes Händen!
wünscht Ihre Angela Fuhrmann,
Pfarrerin von der Ev. Kirche in Gotha


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