24.04.2023
Jesus verstößt gegen das vierte Gebot

Das Wichtigste ist die Familie, sagen viele. Nur Jesus hat was anderes gesagt. Einmal hat seine Familie vor der Tür gestanden und Jesus hat drinnen mit vielen Leuten geredet. Da hat jemand Jesus Bescheid gegeben: „Draußen stehen deine Mutter und deine Brüder und wollen mit dir sprechen.“ Aber statt rauszugehen, ist Jesus drinnen geblieben. Statt mit seiner Familie zu reden, hat er nur auf seine Jünger gezeigt und gesagt: „Das ist meine Mutter und das sind meine Brüder. Wer den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist Bruder, Schwester und Mutter für mich.“ Das heißt: in dem Moment war seine Familie für Jesus nicht das Wichtigste. Oder genauer: Als Familie hat Jesus seine Jünger gesehen und nicht seine Angehörigen vor der Tür. Die waren zwar mit ihm blutsverwandt. Aber für Jesus war eine andere Art von Verwandtschaft entscheidend. „Wer den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist mit mir verwandt“, hat er gesagt. Dieser Wille ist: Liebe Gott und liebe die Menschen – jeden anderen so wie dich selbst. Wer versucht, das zu leben, der gehört zu Familie von Jesus dazu. Die ist nicht beschränkt auf leibliche Verwandtschaft, sondern jeder, der Liebe in die Welt trägt, ist Bruder, Schwester, sogar Mutter für Jesus. So gesehen kenne ich etliche seiner Verwandten: Manche sind in der Kirche, andere nicht. Viele pflegen ihre Angehörigen, andere kümmern sich um sonst alleinstehende Menschen. Für heute Abend einmal: Danke, dass Sie das machen!

Und dass Sie selbst auch eine Schwester oder einen Bruder finden, wenn Sie jemanden brauchen, wünscht Ihnen Milina Reichardt-Hahn, evangelisch und Pfarrerin in Fambach


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