Licht werfen

1.März 1879. Der Ingenieur Werner von Siemens installiert an seinem Haus eine Kohlenbogenlampe. Sie soll die Straße vor seinem Haus erhellen, wenn es dunkel wird. Damit Menschen sich nicht die Beine brechen. Damit sie wissen, wohin sie gehen. Werner von Siemens war Erfinder. Ein Forschergeist durch und durch. Ein Mann, dem es nicht egal war, ob man auf der Straße vor seinem Haus den Fußweg sehen konnte oder nicht.

Ihr seid das Licht der Welt, hat Jesus gesagt. Ihr seid es, weil euch nicht egal ist, wie es eurem Nächsten geht. Was ihr an Talent und Ideen habt, das sollt ihr nicht verstecken, bringt es ein! Stellt euer Licht nicht unter einen Scheffel, sondern lasst es leuchten vor aller Welt!

Werner von Siemens hat mit seiner Entdeckung Furore gemacht. Kurz nachdem er vor seinem Haus die Kohlenbogenlampe installiert hatte, hat Berlin einen ganzen Straßenzug mit Lampen ausgestattet.

Heute strahlt in fast allen Städten und Dörfern bis tief in die Nacht Licht in den Straßen, damit Menschen gut nach Hause kommen. Die Nachtschwärmer, Schichtarbeiter, Nachbarn. Es leuchtet, weil Werner von Siemens sein Licht nicht unter einen Scheffel gestellt hat, sondern zu uns brachte.

Wohin habe ich Licht gebracht?

 

Eine besinnliche Nacht wünscht Ihnen Pfarrerin Kristin Jahn, Superintendentin im Kirchenkreis Altenburg.