30.07.2019
Offene Gesellschaft

Der Tag der offenen Gesellschaft ist schon wieder eine Weile her. Er wurde am 15. Juni gefeiert. In ganz Deutschland. An mehr als 700 Orten.

Auch in Gotha. Und es war wunderschön!

Mit zwei Freundinnen zusammen haben wir für zwei Stunden einen Tisch draußen vor die Kirche gestellt. Darauf Kaffee, selbstgebackener Streuselkuchen, Melonen-Stücke, Teller und Tassen, ein Feldblumenstrauß – das war´s schon.

Samstagnachmittag, schönes Sommerwetter – wir waren sehr gespannt, was passieren würde. Und haben einfach alle, die vorbeikamen, eingeladen.

Überraschte Gesichter, nur wenige sind gleich weitergegangen. Waren es vierzig oder fünfzig Leute, die für eine Weile unsere Tisch-Gäste waren? Eine kunterbunte Gesellschaft: Spaziergänger, Anwohner, Wildfremde und Stadtbekannte, Familien mit kleinen Kindern, ein Mann aus Armenien, Rollstuhl-Fahrer. Auch eine Gruppe Jugendlicher, die mit lautem Radau kamen und dann friedlich weiterzogen, wie verwandelt…   

Vergessen war für einen Moment dieser Pessimismus, der oft über uns brütet. Stattdessen: Wohlfühl-Atmosphäre, offene Gespräche, Lächeln. Eine junge Frau blieb bis zum Schluss und half noch beim Aufräumen. 

Es fängt mit wenig an. Mit bisschen Mut und einem Tisch, mit Kuchen und Melonenstückchen. Und es wächst etwas daraus. Zusammen-Sein, reden und lachen.

Komisch, nicht? So einfach. Und so nötig. Für uns, für unsere Seelen.

 

Eine gute Nacht!  Und: Bleiben Sie offen!

Angela Fuhrmann, Ev. Pfarrerin in Gotha


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